FC Marokko Herne will als Außenseiter im
Viertelfinale gegen den NRW-Ligisten SC
Westfalia Herne für eine Überraschung
sorgen.
Spieler, Trainer, Vorstand und Fans des FC
Marokko Herne – sie alle sind heiß wie
Wüstensand. Heiß auf das Spiel des Jahres.
Denn am heutigen Mittwoch, 29. April, geht
es für die Marokkaner im Viertelfinale des
Kreispokals gegen den großen Nachbarn SC
Westfalia Herne. Anstoß ist um 19 Uhr auf
dem Sportplatz Elpeshof.
Erst seit Sommer 2007 existiert der FC
Marokko, der seine Fußballgeschichte gleich
mit einem Erfolgskapitel begann. Schon im
ersten Jahr gelang der Aufstieg in die
Kreisliga B, und auch in seiner zweiten
Saison will der junge Verein die
Erfolgsstory fortschreiben. „Wir wollen
jedes Jahr aufsteigen”, sagt Mustafa
Mokhtari, erster Vorsitzender des Klubs. Und
als punktgleicher Verfolger von
Spitzenreiter RSV Holthausen haben die
Marokkaner noch alle Chancen, ihr Ziel zu
erreichen.
Auch wenn der Aufstieg in die Kreisliga A
absoluten Vorrang hat, will der FC heute mit
vollem Engagement versuchen, gegen den fünf
Klassen höher spielenden NRW-Ligisten für
eine Sensation zu sorgen. „Der Respekt vor
der Westfalia ist natürlich da. Aber wir
gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen. Wir
sind schließlich keine Hobbymannschaft”,
sagt Mokhtari, der übrigens auch als Stürmer
im Aufgebot des FC Marokko steht. „Ob ich
aber von Anfang an oder überhaupt spielen
werde, ist alleine die Entscheidung von
Mohamed Hioui”, ordnet sich der Vereinschef,
der natürlich gerne gegen den SCW auflaufen
würde, in diesem Fall seinem Trainer unter.
von Uwe Ross