PRESSE

Frank Schulz bleibt in Herne
 

26.05.09

Frank Schulz wird auch in der neuen NRW-Liga-Saison den SC Westfalia Herne trainieren. Das bestätigte Jürgen Stieneke, starker Mann im SCW-Vorstand, nach einem abschließenden Gespräch mit Schulz am Dienstag.

So lange hatte sich der 48-jährige Schulz Bedenkzeit erbeten, ob er das Herner Angebot annehmen wolle. Noch am Wochenende fühlte sich der Dülmener hin- und hergerissen, letztendlich aber entschied er sich, am Schloss Strünkede zu bleiben, wo er bis zu seinem Intermezzo in Cloppenburg sechs Jahre lang erfolgreich gearbeitet hatte.

Den Ausschlag so Schulz hatten letztlich die persönlichen Bindungen gegeben. "Mit Timur Camci, ganz besonders aber mit Herrn Stieneke habe ich eine unheimlich gute Vertrauensbasis. Wir konnten uns immer aufeinander verlassen. Und das ist die Grundlage, die man braucht wenn man etwas Neues aufbauen will. Gerade in der schwierigen Phase, die der SCW derzeit durchlebt, wolle er sich nicht vom Acker machen. "Denen, die jetzt nörgeln, wollen wir es zeigen: Seht her, wir stellen uns." Das sei durchaus als Appell an alle zu verstehen, denen die Westfalia wirklich und ehrlich am Herzen liege. "Es wird eine schwere Saison. Das muss jedem klar sein. Aber wir haben es schon einmal geschafft und können es auch wieder schaffen, wenn wir alle zusammen halten.

Bis Ende dieser Woche soll auch das Gerüst der künftigen Mannschaft stehen. "Und das wird keine schlechte Mannschaft sein", kündigte Stieneke an. "Herr Schulz will versuchen, ein neues Team aufzubauen, das schon in der kommenden Saison den Aufstieg in die Regionalliga schaffen kann."

Dass dies auch bei einem deutlich reduzierten Etat funktionieren kann, steht für den SCW-Boss außer Frage. "Manche Spieler sind halt überbezahlt. Und viele wollen auch für weniger Geld gerne in Herne spielen, weil bei uns in der Regel das Klima stimmt und wir auch mehr Zuschauer haben als die meisten übrigen NRW-Ligisten", so Stieneke.

Jetzt schon an die vierte Liga zu denken, geht dem Trainer aber deutlich zu weit. "Noch haben wir keine Mannschaft und finanziell müssen wir alle den Gürtel enger schnallen. Da kann es nur darum gehen, die Liga zu halten und eine gute Rolle zu spielen", relativiert Schulz. "Wir müssen erstmal die Vorraussetzungen schaffen, dass wir langfristig an alte Erfolge anknüpfen und höhere Ziele ins Auge fassen können."

Sollte es in diesem Punkt ein kleines Missverständnis gegeben haben, so waren sich Vorstand und Trainer bei der Ausgestaltung des Vertrages schnell einig. Ein eher ungewöhnliches Detail gab Schulz preis. "Wie schon in der Vergangenheit komme ich aus dem Vertrag raus, wenn ein anderes Angebot kommt. Jetzt hat der Verein die gleiche Möglichkeit und kann sich von mir in der Winterpause trennen. Das ist nur fair.

von Wolfgang Volmer

 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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