Blumensträuße für die scheidenden Spieler und ein Punkt für die Gäste aus Aachen.

Zum letzten Heimspiel präsentierten sich
noch einmal alle Spieler gemeinsam dem
treuen Publikum
Foto: Cib
Bereits zehn Minuten vor Spielbeginn nahmen
die Mannschaften Aufstellung, denn vor dem
Anpfiff hatte die Westfalia noch eine
traurige Pflicht zu erfüllen und ihre
scheidenden Spieler zu verabschieden. Eine
Viertelstunde dauerte das Überreichen der
Blumensträuße und Umarmen, obwohl die ganze
Prozedur jeweils im Zweierpack recht zügig
durchgezogen wurde.
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Mit fünfminütiger Verspätung ging es dann los, und von Anfang an übernahm der SCW das Kommando. Vier gute Torchanchen hatte er bereits vergeben, als Andre Badur in der zehnten Spielminuten die allerdickste allein vor Aachens Torhüter nicht verwerten konnte. Danach verlängerte sich das Herner Chancenintervall ein wenig, bis es in der 28. Minute zu einem dreifachen Ereignis kam. Zuerst ermöglichte Michael Baum durch riskantes Spiel den Gästen die erste Torchance. Fast gleichzeitig verletzte sich Arben Tahiri, wurde durch Zouhair Allali ersetzt, und zehn Sekunden später fiel das längst fällige 1:0 durch Sven Jubt nach überlegtem Zuspiel von Andre Badur. Bis zur Pause gab es keine nennenswerten Chancen mehr für den SCW, und die Aachener leisteten sowieso allenfalls passiven Widerstand gegen die haushoch überlegenen Gastgeber. In der zweiten Hälfte setzte sich zuerst das muntere Chancenauslassen der Westfalia fort. Danach schafften es die Gäste immerhin, ihr planloses Gekicke von der eigenen in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Westfalias Mittelfeld und Abwehr unterstützten die hilflosen Bemühungen der Gäste nach Kräften. |
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Sein (vorerst) letztes Spiel mit dem Hengst am Herzen: Sven Barton setzt zu einem seiner Läufe auf der rechten Außenbahn an. Foto: InfoSchlumpf |
Sie hielten sich unter gröbster Vernachlässigung der Aufsichtspflicht von ihren Gegenspielern fern, und auch Torwart Lindenblatt stellte seine Gastfreundschaft unter Beweis, als er in der 60. Minute eine harmlose Flanke vor die Füße des eingewechselten Rentmeisters fallen ließ, der sich mit dem 1:1 bedankte.

Das 1:1 in der 60. Minute
Foto: Cib
Danach wieder drei vergebene Chancen für die Westfalia und in der 78. Minuten folgerichtig das 1:2 durch Aachens Kaiser. Drei Minuten später schaffte Tim Gebauer per Dropkick wenigstens noch das 2:2, krönte damit seine gute Leistung und verhalf seiner Mannschaft zu einem halbwegs versöhnlichen Abschluss einer völlig verkorksten Rückserie. Einen humoristischen Höhepunkt setzte nach dem Spiel noch Aachens Trainer van der Luer, der von einem hochverdienten Remis für seine Truppe sprach.
SC Westfalia Herne - TSV Alemannia Aachen II
2:2
Tore: 1:0 (28.) Jubt, 1:1 (60.) Rentmeister,
1:2 (78.) Kaiser, 2:2 (81.) Gebauer.
SCW: Lindenblatt - Barton (85. Behrend),
Baum, Mustroph, Eisen - Gebauer, Tahiri (28.
Allali), Badur, Gürpinar (82. Oerterer) -
Setzke, Jubt.
TSV: Jorzig - Schattner, Kaiser, Sabacinski,
Haas - Heber, Schmied (46. Rentmeister),
Korte, Höger - Muhovic (87. Junglas), Uludag
(90. Wilschrey).
von Uwe Eulig
