Nach nur einem Trainingsspielchen gegen
die eigene A-Jugend geht es für den SC
Westfalia Herne am Sonntag in Hamm schon
wieder um wichtige NRW-Liga-Punkte.
Die Winterpause in der NRW-Liga war nicht
lang, und dennoch weiß niemand so recht, wo
er steht. Das gilt jedenfalls für die Hammer
Spielvereinigung und den SC Westfalia Herne,
die sich am Sonntag um 14.30 Uhr zum
Nachholspiel in der Evora-Arena
gegenüberstehen – sofern die Platzkommission
den Rasen nach der heutigen Begehung nicht
doch noch sperrt.
Während Hamms Trainer Hans-Werner Moors
seine Elf wenigstens in zwei ernsthaften
Tests unter die Lupe nehmen konnte – am
Sonntag gab es ein 0:1 beim
Westfalenligisten Preußen Münster II, am
Dienstag ein 1:4 gegen den Regionalligisten
SC Verl – bestritt der SCW nur ein wenig
aufschlussreiches Trainingsspielchen gegen
die eigenen A-Junioren. Dabei musste sich
die „Erste” mit einem mageren 3:2 (1:0)-Sieg
begnügen. Während die Kugel in der ersten
Hälfte recht flott durch ihre Reihen lief
und nur Pfosten und Latte einer höheren
Führung im Weg standen, verlor die Elf von
Frank Schulz nach neun Auswechslungen
komplett ihre Linie. „Damit waren wir dann
nicht mehr zufrieden”, gab Co-Trainer Horst
Albert zu. „Allerdings hat sich die A-Jugend
auch richtig gut verkauft.”
Kluy fällt aus
Von den Stammspielern fehlten am Dienstag
nur Andreas Kluy und Noman Seidel. Während
Seidel inzwischen wieder ins Training
eingestiegen ist und seinen Platz neben Nils
Eisen in der Innenverteidigung einnehmen
wird, muss Kluy nach seiner Ohren-OP bis
Mitte kommender Woche aussetzen. So wird
Arben Tahiri wie in den letzten Spielen vor
Weihnachten in die Viererkette rücken.
Seinen Platz auf der rechten Mittelfeldseite
könnte Daniel Diaz einnehmen, der in der
Pause fleißig an seiner Fitness gearbeitet
hat.
Bleibt die Frage nach dem neuen Sechser.
Mirko Mustroph, der als Abfangjäger bislang
eine Schlüsselrolle einnahm, ist bekanntlich
als Co-Trainer zum VfL Bochum II gewechselt.
Am Dienstag versuchten sich Faysel Khimiri
und Tim Kilian auf dieser Position, mit dem
kopfballstarken Goran Mikic steht eine
dritte Alternative bereit. „Das wird der
Chef kurzfristig aus dem Bauch heraus
entscheiden”, glaubt Hotte Albert.
Größere Sorgen plagen derweil HSV-Trainer
Moors. Mit Sebastian Krug, Nico Schiller und
Kevin Lanzendörfer fehlen ihm drei
Stammspieler, der Einsatz von Regisseur
Sebastian Stein ist fraglich. In Herne geht
man dennoch davon aus, dass die Hausherren
auf Sieg spielen werden, um sich weiter vom
Tabellenende abzusetzen. „Die liegen hinter
den Erwartungen zurück und werden richtig
Gas geben, um eine bessere Rückrunde zu
spielen”, rechnet Co-Trainer Albert mit
einem offensiven Gegner.
Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne