PRESSE

Ernstfall ohne Test
 

23.01.10

Nach nur einem Trainingsspielchen gegen die eigene A-Jugend geht es für den SC Westfalia Herne am Sonntag in Hamm schon wieder um wichtige NRW-Liga-Punkte.

Die Winterpause in der NRW-Liga war nicht lang, und dennoch weiß niemand so recht, wo er steht. Das gilt jedenfalls für die Hammer Spielvereinigung und den SC Westfalia Herne, die sich am Sonntag um 14.30 Uhr zum Nachholspiel in der Evora-Arena gegenüberstehen – sofern die Platzkommission den Rasen nach der heutigen Begehung nicht doch noch sperrt.

Während Hamms Trainer Hans-Werner Moors seine Elf wenigstens in zwei ernsthaften Tests unter die Lupe nehmen konnte – am Sonntag gab es ein 0:1 beim Westfalenligisten Preußen Münster II, am Dienstag ein 1:4 gegen den Regionalligisten SC Verl – bestritt der SCW nur ein wenig aufschlussreiches Trainingsspielchen gegen die eigenen A-Junioren. Dabei musste sich die „Erste” mit einem mageren 3:2 (1:0)-Sieg begnügen. Während die Kugel in der ersten Hälfte recht flott durch ihre Reihen lief und nur Pfosten und Latte einer höheren Führung im Weg standen, verlor die Elf von Frank Schulz nach neun Auswechslungen komplett ihre Linie. „Damit waren wir dann nicht mehr zufrieden”, gab Co-Trainer Horst Albert zu. „Allerdings hat sich die A-Jugend auch richtig gut verkauft.”

Kluy fällt aus

Von den Stammspielern fehlten am Dienstag nur Andreas Kluy und Noman Seidel. Während Seidel inzwischen wieder ins Training eingestiegen ist und seinen Platz neben Nils Eisen in der Innenverteidigung einnehmen wird, muss Kluy nach seiner Ohren-OP bis Mitte kommender Woche aussetzen. So wird Arben Tahiri wie in den letzten Spielen vor Weihnachten in die Viererkette rücken. Seinen Platz auf der rechten Mittelfeldseite könnte Daniel Diaz einnehmen, der in der Pause fleißig an seiner Fitness gearbeitet hat.

Bleibt die Frage nach dem neuen Sechser. Mirko Mustroph, der als Abfangjäger bislang eine Schlüsselrolle einnahm, ist bekanntlich als Co-Trainer zum VfL Bochum II gewechselt. Am Dienstag versuchten sich Faysel Khimiri und Tim Kilian auf dieser Position, mit dem kopfballstarken Goran Mikic steht eine dritte Alternative bereit. „Das wird der Chef kurzfristig aus dem Bauch heraus entscheiden”, glaubt Hotte Albert.

Größere Sorgen plagen derweil HSV-Trainer Moors. Mit Sebastian Krug, Nico Schiller und Kevin Lanzendörfer fehlen ihm drei Stammspieler, der Einsatz von Regisseur Sebastian Stein ist fraglich. In Herne geht man dennoch davon aus, dass die Hausherren auf Sieg spielen werden, um sich weiter vom Tabellenende abzusetzen. „Die liegen hinter den Erwartungen zurück und werden richtig Gas geben, um eine bessere Rückrunde zu spielen”, rechnet Co-Trainer Albert mit einem offensiven Gegner.

Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne

 

 

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