PRESSE

Ende der Leidenszeit
 

27.02.10

Westfalia Herne freut sich auf das erste Pflichtspiel der Saison. Velberter Stadion Sonnenblume war am Freitag noch bespielbar.

Die Krokusse sprießen noch nicht im Stadion „Sonnenblume”, die Schneedecke aber ist abgetaut. Wenn der Regen den Rasen nicht doch noch in eine Schlammlandschaft verwandelt, könnte die lange Leidenszeit der Westfalia-Fußballer am Sonntag enden. In Velbert jedenfalls war man zuversichtlich, dass die Partie der SSVg gegen den SCW um 15 Uhr angepfiffen werden kann.

„Wir wären froh, wenn es endlich losgehen würde”, sagt Hernes Trainer Frank Schulz. „Irgendwann muss man sehen, wofür man viele Wochen lang gearbeitet hat.” Bei widrigsten Bedingungen ein halbwegs abwechslungsreiches Training zu gestalten, eine Mannschaft Woche für Woche auf den „Ernstfall” vorzubereiten, um nach der Absage erneut improvisieren zu müssen – das sind für jeden Trainer anspruchsvolle Aufgaben. Schulz hat sie zuletzt allein bewältigen müssen, nachdem der Vorstand seinen Co-Trainer Horst Albert entlassen hat.

Forsche Töne

Obwohl auch er selbst inzwischen seinen Ausstieg zum Saisonende angekündigt hat, will Schulz die Spielzeit vernünftig zu Ende bringen. Vernünftig heißt dabei nichts anderes als erfolgreich. „Auch in Velbert wollen wir gewinnen”, schlägt der 49-Jährige forsche Töne an. „Zumindest aber wollen wir den Abstand gleich halten.”

Bislang hat Herne in 18 Partien 28, Velbert in 20 Spielen nur 23 Punkte gesammelt. Damit ist die SSVg wie im Vorjahr die negative Überraschung in der NRW-Liga. „Velbert zählte eigentlich zu den Titelfavoriten, ist aber wie im Vorjahr in der Hinrunde gar nicht klar gekommen”, wundert sich auch Frank Schulz angesichts vieler klangvoller Namen im Velberter Kader.

Mit Badur und Barton

Zwei davon genießen gerade in Herne einen exzellenten Ruf: André Badur hat in seiner Zeit als Westfalia-Spielmacher bewiesen, dass er einer der besten Fußballer der gesamten Liga ist. Und über Sven Barton braucht man in Herne kein Wort zu verlieren. Der Renner auf der rechten Außenbahn ist einfach Kult am Schloss Strünkede.

Während Badur nach langer Verletzung beim 0:0 in Hüls vor drei Wochen erstmals wieder von Beginn an spielte, gab der im Winter aus Bonn gewechselte Barton in dieser Partie seinen Einstand. „Wir wissen, was die beiden können. Dennoch werden wir uns nicht nach Velbert richten, sondern versuchen, unsere eigenen Stärken rüberzubringen”, schaut Schulz in erster Linie auf seine eigene Truppe, die bis auf Amel Odobasic (Verdacht auf Mittelfußbruch) wohl komplett antreten kann. Norman Seidel und Arben Tahiri dürften trotz leichterer Probleme dabei sein.

Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne

 

 

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