Westfalia Herne freut sich auf das erste
Pflichtspiel der Saison. Velberter Stadion
Sonnenblume war am Freitag noch bespielbar.
Die Krokusse sprießen noch nicht im Stadion
„Sonnenblume”, die Schneedecke aber ist
abgetaut. Wenn der Regen den Rasen nicht
doch noch in eine Schlammlandschaft
verwandelt, könnte die lange Leidenszeit der
Westfalia-Fußballer am Sonntag enden. In
Velbert jedenfalls war man zuversichtlich,
dass die Partie der SSVg gegen den SCW um 15
Uhr angepfiffen werden kann.
„Wir wären froh, wenn es endlich losgehen
würde”, sagt Hernes Trainer Frank Schulz.
„Irgendwann muss man sehen, wofür man viele
Wochen lang gearbeitet hat.” Bei widrigsten
Bedingungen ein halbwegs abwechslungsreiches
Training zu gestalten, eine Mannschaft Woche
für Woche auf den „Ernstfall” vorzubereiten,
um nach der Absage erneut improvisieren zu
müssen – das sind für jeden Trainer
anspruchsvolle Aufgaben. Schulz hat sie
zuletzt allein bewältigen müssen, nachdem
der Vorstand seinen Co-Trainer Horst Albert
entlassen hat.
Forsche Töne
Obwohl auch er selbst inzwischen seinen
Ausstieg zum Saisonende angekündigt hat,
will Schulz die Spielzeit vernünftig zu Ende
bringen. Vernünftig heißt dabei nichts
anderes als erfolgreich. „Auch in Velbert
wollen wir gewinnen”, schlägt der 49-Jährige
forsche Töne an. „Zumindest aber wollen wir
den Abstand gleich halten.”
Bislang hat Herne in 18 Partien 28, Velbert
in 20 Spielen nur 23 Punkte gesammelt. Damit
ist die SSVg wie im Vorjahr die negative
Überraschung in der NRW-Liga. „Velbert
zählte eigentlich zu den Titelfavoriten, ist
aber wie im Vorjahr in der Hinrunde gar
nicht klar gekommen”, wundert sich auch
Frank Schulz angesichts vieler klangvoller
Namen im Velberter Kader.
Mit Badur und Barton
Zwei davon genießen gerade in Herne einen
exzellenten Ruf: André Badur hat in seiner
Zeit als Westfalia-Spielmacher bewiesen,
dass er einer der besten Fußballer der
gesamten Liga ist. Und über Sven Barton
braucht man in Herne kein Wort zu verlieren.
Der Renner auf der rechten Außenbahn ist
einfach Kult am Schloss Strünkede.
Während Badur nach langer Verletzung beim
0:0 in Hüls vor drei Wochen erstmals wieder
von Beginn an spielte, gab der im Winter aus
Bonn gewechselte Barton in dieser Partie
seinen Einstand. „Wir wissen, was die beiden
können. Dennoch werden wir uns nicht nach
Velbert richten, sondern versuchen, unsere
eigenen Stärken rüberzubringen”, schaut
Schulz in erster Linie auf seine eigene
Truppe, die bis auf Amel Odobasic (Verdacht
auf Mittelfußbruch) wohl komplett antreten
kann. Norman Seidel und Arben Tahiri dürften
trotz leichterer Probleme dabei sein.
Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne