Gespräche des SC Westfalia Herne mit
einem potenziellen Investor stehen kurz vor
dem Abschluss. Erst danach soll ein
Nachfolger für den scheidenden Trainer Frank
Schulz verpflichtet werden.
Die Zeit drängt. In den nächsten zwei,
maximal drei Wochen muss sich entscheiden,
wie es beim SC Westfalia Herne weiter geht.
Noch sind viele Fragen völlig offen.
Fakt ist: Die wirtschaftlichen
Schwierigkeiten, die den Verein im Herbst an
den Rand der Insolvenz brachten, sind nicht
vom Tisch. „Die Aktionen damals haben uns
ein paar Monate weitergeholfen. Dafür
nochmals vielen Dank an alle Spender”, sagt
Jürgen Stieneke, der Mann, auf den es seit
gut zehn Jahren beim SCW ankommt. „Der ganz
große Wurf ist uns aber nicht geglückt.”
Fakt ist auch: Trainer Frank Schulz steigt
zum Saisonende aus. Ein Nachfolger ist noch
nicht gefunden. „14 Trainer haben sich per
E-Mail angeboten, mit einigen habe ich auch
gesprochen”, berichtet Timur Camci, der
Sportliche Leiter.
Gespräch am Samstag
Ans Eingemachte konnte er bei diesen
Kontakten nicht gehen. Zunächst muss nämlich
die erste Frage geklärt werden: Steigt der
neue Sponsor, laut Stieneke eine
Einzelperson aus Rumänien, wirklich ein? Und
wenn ja, zu welchen Bedingungen? In der
letzten Woche hielt sich Camci zu Gesprächen
in dieser Sache in der Türkei auf, am
Samstag wird ein Bevollmächtigter des
potenziellen Investors in Herne erwartet.
Dessen Interesse liegt darin, talentierte
Spieler ins „Schaufenster NRW-Liga” zu
stellen und sie für höherklassige Klubs
aufzubauen. Einen Partner mit ähnlicher
Geschäftsidee hatte unlängst der FC 96
Recklinghausen - dort aber ging das
Experiment ganz schnell schief.
Stieneke und Camci wissen das, wollen die
dort gemachten Fehler vermeiden. „Mitte März
wissen wir mehr”, kündigen sie an. Sobald
die finanziellen Bedingungen klar seien,
werde man die anderen Fragen angehen,
möglicherweise die NRW-Liga-Mannschaft in
eine noch zu gründende GmbH überführen,
einen neuen Trainer verpflichten und mit
Spielern sprechen.
Den Lizenzantrag für die NRW-Liga wollen die
Herner jedenfalls pünktlich stellen. „Das
läuft bereits”, versichert Stieneke.
Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne