PRESSE

Tahiri übernimmt
 

04.04.10

Ohne seinen Erfolgstrainer Frank Schulz rüstet der SC Westfalia Herne zum Saisonendspurt in der NRW-Liga. Im Heimspiel gegen Fortuna Köln sitzt am Montag (15 Uhr, Schloss Strünkede) erstmals Arben Tahiri auf der Bank.

Schon vor einigen Wochen hatte Schulz seinen Ausstieg zum Saisonende angekündigt. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Am Sonntag vom abstiegsbedrohten Ligarivalen SSVg. Velbert kontaktiert, wo Marek Lesniak mit seinem Rücktritt liebäugelte, nahm Schulz nach Rücksprache mit dem Herner Vorstand und seiner nunmehr früheren Mannschaft am Donnerstag das Angebot an und stand schon abends beim 3:1-Erfolg gegen SF Siegen an der Velberter Seitenlinie. „Das ging alles holladibolla. Mich hat die Aufgabe in Velbert einfach gejuckt“ , begründete der 49-Jährige seine Entscheidung. „Wenn ich mit Velbert den Klassenerhalt schaffe, habe ich die Option, dort etwas aufzubauen. Und das hat mich gereizt.“

Beim SC Westfalia konnten und wollten sie ihm keine Steine in den Weg legen. „Diese Chance konnten wir ihm nicht verwehren“, sagte Timur Camci, der Sportliche Leiter. Einen externen Nachfolger werde er zunächst nicht verpflichten. „Bis auf weiteres wird Arben Tahiri das übernehmen.“

Freut sich auf seine neue Aufgabe: Arben Tahiri                                          Foto: Cib

Und der 30-Jährige übernimmt gern. „Wir haben in der Mannschaft darüber gesprochen, und die Jungs meinten, dass ich es machen soll“, so Tahiri. „Wir sind ein starkes Kollektiv, deshalb macht mir die neue Aufgabe überhaupt keine Angst. Im Gegenteil, ich freue mich drauf.“ Einen Spielertrainer Tahiri werde es aber nicht geben. „Nur im äußersten Notfall laufe ich selbst auf. Für die Mannschaft ist es ganz wichtig, dass einer draußen ist und die Richtung vorgibt. Das gilt nicht nur für die 90 Minuten, sondern fängt schon in der Kabine an.“

Als Signal, dass der SCW die Spielzeit nun locker ausklingen lässt, sieht Tahiri die jüngste Entwicklung nicht. „Klar wissen wir, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und der Verein keine Lizenz für die Regionalliga beantragt hat. Trotzdem haben wir in der Truppe interne Ziele. Zum Beispiel wollen wir am Ende sagen können, dass wir eine geile Saison gespielt haben.“

Also richtet er seinen Blick nach vorne. „Montag gegen Köln muss endlich wieder ein Heimsieg her. Ich hoffe, dass uns die Fans in dieser für alle neuen Situation unterstützen, dann klappt das schon.“ Fragezeichen stehen noch hinter Andreas Kluy, Nils Eisen und Marko Onucka.

Quelle: WAZ Herne
 

 

© SC Westfalia 04 Herne e.V. 2010