PRESSE

Dominanz über 90 Minuten
 

06.04.10

Sowas nennt man wohl einen Einstand nach Maß. Im ersten Spiel nach der Schulz-Ära wurde Interimscoach Arben Tahiri von den Fans gefeiert, vom Manager Timur Camci gab es ein sattes Schulterklopfen und vom Präsidenten Horst Haneke eine herzliche Umarmung. „Aber ich wusste doch, was wir für eine starke Mannschaft haben. Das ist ein richtig tolles Kollektiv“, gab der 30-Jährige das geballte Lob artig an seine Spieler weiter.

Auch wenn Tahiri sich der Akzeptanz seiner Kameraden sicher sein kann und seinem Team gegen Köln die erfolgreiche Taktik vermittelt hat, darf er beim SCW nicht auf den Start einer möglichen Trainerkarriere hoffen.

„Ab morgen beginnen die Gespräche mit unseren Spielern und mit den Trainerkandidaten, denn der neue Coach soll bei der Zusammensetzung der Mannschaft für die nächste Saison voll eingebunden werden“, kündigte Timur Camci nach der Partie an. Die Verpflichtung eines neuen Übungsleiters wolle man aber nicht überstürzen. „Arben hat unser volles Vertrauen“, so der Westfalia-Manager.

Gegen Fortuna Köln, vor der Partie punktgleicher Tabellennachbar der Strünkeder, demonstrierte der SCW von Beginn an Stärke, dominierte in den Zweikämpfen und setzte den Gegner schon in dessen Hälfte unter Druck. Der Erfolg stellte sich nach nichtmal fünf Minuten ein. Marko Onucka eroberte den Ball bei einem Abwehrversuch der Kölner und schloss sicher zum 1:0 ab. Erneut Onucka (16.) und Ouro-Akpo (23.) hätten die Führung ausbauen können, ehe Köln durch Schwarz und Kruth den Ball kurz vor der Pause zumindest mal in Richtung des Herner Tores beförderten.

Doch schon kurz nach Wiederbeginn rückte Tim Gebauer die Verhältnisse endgültig zurecht. Onucka hatte von der Grundlinie zurückgelegt, und der SCW-Kapitän vollendete zum 2:0. Nachdem der bärenstarke Tim Kilian (62.) und Nils Eisen (70., Pfosten) noch gescheitert waren, schraubte Akpo das Resultat auf eine dem Spielverlauf angemessene Höhe. Allerdings hätten sich die Spieler aus der Domstadt nicht beschweren dürfen, wenn sie an diesem Tage eine noch dickere Packung bezogen hätten.


In der 74. Minute kommt der Ball zum freistehenden Ouro-Akpo...


...der keine Mühe hat zum 3:0-Endstand zu verwandeln.                                                                                   Fotos: Cib


SC Westfalia Herne - SC Fortuna Köln 3:0

SCW: Ditterle - Kluy, Seidel, Eisen (79. Alasan), Kacar - Köksal, Kilian, Urban, Gebauer - Ouro-Akpo (82. Jubt), Onucka (84. Diaz).

Köln: Blech - Beckers (72. Sanches), Jagusch (46. Tomanek), Marten, Furucu - Schwarz, Schmied, Schroden, Ende - Kruth, Dahmani.

SR: Hoff (Krefeld).

Tore: 1:0 Onucka (5.), 2:0 Gebauer (46.), 3:0 Ouro-Akpo (74.).

Zuschauer: 500.

Uwe Ross


Trainerstimmen:

Matthias Mink (Köln): „Es war ein mehr als verdienter Sieg für Herne. Wir waren in keiner Phase des Spiels in der Lage, einen ligatauglichen Gegner zu stellen. Der Platz und unsere fußballerischen Möglichkeiten haben uns heute keine Möglichkeit gegeben, nach vorne zu spielen, geschweige denn ein Tor zu schießen.“

Arben Tahiri (SCW): „Die Situation, jetzt als Trainer einzusteigen, war für mich nicht einfach. Aber ein Riesenkompliment gilt der Mannschaft. Sie hat auch heute Stärke gezeigt, wie eigentlich die ganze Saison über. Die Spieler haben mich gebeten, diese Position zu übernehmen, und ich habe auch keine Angst davor, bis zum Ende der Saison in dieser Rolle zu bleiben.“


Quelle: WAZ Herne

Fotoalbum von InfoSchlumpf

Spielbericht mit Fotos von "Boy in the bubble"
 

 

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