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Täuber setzt auf Bewährtes
 

10.04.10

Er ist beileibe kein heuriger Hase, hat im Fußballgeschäft schon fast alles erlebt. Am Donnerstag aber stürzte doch viel Neues auf Klaus Täuber ein. Neue Namen, neue Eindrücke, neue Informationen. „Ich habe den Abend zum Kennenlernen genutzt“, erzählte der neue Trainer des SC Westfalia nach der ersten Einheit am Schloss Strünkede. Bevor er den Ball ins Spiel brachte, traf er sich mit dem Spielerrat, um die Stimmung im Team auszuloten. Manche Sorge, manche Kritik kam ihm dabei zu Ohren. „Mein Eindruck ist aber, dass diese Truppe richtig gut zusammenhält. Sonst könnte sie auch nicht diese Leistung abrufen.“

Und weil er die Leistung der Herner in den letzten Wochen und Monaten sehr hoch einschätzt, sieht der 52-Jährige auch keinerlei Veranlassung, Grundlegendes zu ändern. „Wenn alle fit sind, wird die gleiche Mannschaft wie gegen Köln spielen“, kündigt Täuber vor der Partie beim SV Schermbeck (So., 15 Uhr) an. Nils Eisen, Norman Seidel, Ercan Kacar und Marko Onucka schleppten zwar leichteren Blessuren mit sich herum. „Doch alle haben signalisiert, dass es am Sonntag wohl gehen wird.“

Nach und nach will sich Täuber auch von den Spielern ein Bild machen, die bislang hinten dran sind und die auch er nicht wirklich kennt. „Jetzt kommen einige englische Wochen, da bietet es sich ja auch an, etwas zu rotieren. Ich möchte auch schnell sehen, wieviel Potenzial in jedem Spieler steckt, weil wir ja auch in die Planung der nächsten Saison einsteigen müssen.“

Dennoch ist es kein Schaulaufen, das der SCW am Sonntag in der Volksbank-Arena absolviert. „Grundsätzlich will ich jedes Spiel gewinnen“, betont Täuber. Und gegen Schermbeck habe ich mit drei Siegen und 7:0 Toren in der NRW-Liga noch eine makellose Bilanz.“ Dass ein Herner Sieg seinem Ex-Klub VfB Hüls im Abstiegskampf gut tun würde, spielt für den „Boxer“ nur eine untergeordnete Rolle. „Mir wäre lieber, wenn aus unserer Region gar kein Verein absteigen würde.“

Die Schermbecker sind übrigens richtig gut drauf. Vor der Winterpause schon fast abgeschrieben, haben sie in diesem Jahr 16 Punkte aus den ersten sechs Spielen gesammelt und erst am letzten Sonntag beim Tabellenzweiten in Windeck die erste Niederlage kassiert. Mit Mykola Makarchuk, dessen Einsatz fraglich ist, und Yakub Köse stehen zwei frühere SCW-Spieler im Kader von Martin Stroetzel. Torgefährlichster Schermbecker aber ist der kleine Seyit Ersoy, den die Herner auf keinen Fall aus den Augen verlieren dürfen.

Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne

 

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