PRESSE

Täubers klare Ansage
 

17.04.10

Noch ist Klaus Täuber dabei, seine neue Mannschaft kennenzulernen. Für den zehnten Tag seiner Tätigkeit als Trainer des SC Westfalia aber macht er seinem Team zwei klare Vorgaben: „Der erste Sieg muss her. Und es ist genauso Pflicht, endlich mal ein Spiel mit elf Mann zu beenden.“

Die erste Forderung begründet sich schon durch die Tabelle. Denn es ist das Schlusslicht TSG Sprockhövel, das Sonntag um 16 Uhr, eine Stunde später als üblich, seine Visitenkarte am Schloss Strünkede abgibt. Doch Vorsicht. Eigentlich längst abgeschlagen, hat die TSG eine kleine Serie gestartet, hat gegen Duisburg und in Aachen gewonnen und zuletzt dem Tabellenzweiten Windeck ein 1:1 abgetrotzt. „Die Mannschaften, die unten stehen, geben jetzt noch einmal Vollgas“, weiß Klaus Täuber. „Und anscheinend hofft auch Sprockhövel noch auf ein kleines Fußballwunder.“

TSG-Trainer Lothar Huber jedenfalls hat gewissenhaft seine Hausaufgaben gemacht und sich den Herner Auftritt in Hamm angeschaut. Was er dort gesehen hat, dürfte ihn nicht sonderlich überrascht haben. Der SCW steht sicher, ist lauf- und zweikampfstark, spielt aus einer guten Ordnung – hat aber Probleme, Chancen zu kreieren. Besonders, wenn eine der wenigen Optionen für die Offensive fehlt.

In Hamm ersetzte Täuber den erkrankten Ouro-Akpo durch Julian Alasan, eine Art hängenden Außenstürmer. „Er hat mir ganz gut gefallen. und auch Khimiri hat mich zumindest kämpferisch überzeugt“, lobte Täuber. Dennoch wird er zuhause gegen den Tabellenletzten sicher neben Marko Onucka eine zweite echte Spitze aufbieten. Wenn Akpo sich nicht fit meldet, böte sich Sven Jubt an. „Er weiß, wo das Tor steht“, hat Täuber nach Jubts Kurzeinsatz schnell erkannt.

Da Ercan Kacar mit einer Zerrung ausfällt, dürfte Norman Seidel auf seine Stammposition in der Innenverteidigung und Tim Kilian auf die linke Seite rücken. „Aber auch Emre Köksal wird noch seine Chance in einer defensiveren Rolle als zuletzt bekommen“, kündigt Täuber an. Schließlich ist er noch dabei, sein neues Team kennenzulernen.

Wolfgang Volmer


Quelle: WAZ Herne

 

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