PRESSE

Platz drei im Visier
 

24.04.10

Klaus Täuber ist auf den Geschmack gekommen. Der Sieg in Duisburg hat seinen Erfolgshunger nicht gestillt, er hat vielmehr Appetit gemacht auf mehr. „Jetzt haben wir Anschluss zu Essen und Bielefeld. Unser Ziel muss es sein, diesen Abstand weiter zu verkürzen“, will der neue Trainer des SC Westfalia auch vom morgigen Gastspiel beim VfB Speldorf (15 Uhr, Blötter Weg) etwas mitbringen.

Mit dem VfB Hüls zog Täuber gegen die Mülheimer zweimal mit 1:2 den kürzeren. „Aber in beiden Spielen waren wir die bessere Mannschaft.“ Die Elf seines Kollegen Peter Kunkel schätzt er vor allem wegen ihrer Erfahrung. „Spieler wie Christian Hinz, den ich in Schalke im Kader hatte, Dennis Hupperts, den ich von SW Essen kenne, oder der frühere Hülser und Herner Kadir Mutluer haben schon individuelle Klasse“, so Täuber. Wie natürlich auch Oktay Güney, der angeschlagene Speldorfer Torjäger. „Wenn Güney fehlt, hat Speldorf im Angriff ein Problem.“

Ob mit oder ohne Güney – seine eigene Truppe hält Täuber für stärker. „Wenn wir an die zweite Hälfte von Duisburg anknüpfen, müssten wir Speldorf eigentlich schlagen“, bläst der Trainer zur Attacke. „Bislang sind wir in allen vier Spielen dominant aufgetreten, und das sollte auch in Speldorf unser Anspruch sein.“

Dass sich Ercan Kacar, Norman Seidel oder Julian Alasan fit melden, glaubt ihr Trainer nicht. Deshalb wird er wohl nur eine Änderung vornehmen: Christopher Ditterle, mit dem der SCW auch in Zukunft plant, soll nach seiner Rotsperre wieder zwischen die Pfosten zurückkehren, zumal sein Vertreter Olli Bautz bis Sonntag beruflich verhindert ist. „Sonst sehe ich weder große Möglichkeiten, noch einen Grund, etwas zu ändern“, schenkt Täuber der Elf von Duisburg sein Vertrauen.

Wobei er durchaus Kritik anbringt: „Köksal hatte in der ersten Hälfte viele Ballverluste, die zweite war in Ordnung. Von Diaz muss viel mehr kommen, er hat’s ja drauf. Und Urban muss lernen, bei der Ballannahme seitlicher zu stehen, um nicht gleich in Zweikämpfe verwickelt zu werden. Dann kann er auch Akpo noch besser ins Spiel bringen.“

Wolfgang Volmer


Quelle: WAZ Herne
 

 

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