Klaus Täuber ist auf den Geschmack
gekommen. Der Sieg in Duisburg hat seinen
Erfolgshunger nicht gestillt, er hat
vielmehr Appetit gemacht auf mehr. „Jetzt
haben wir Anschluss zu Essen und Bielefeld.
Unser Ziel muss es sein, diesen Abstand
weiter zu verkürzen“, will der neue Trainer
des SC Westfalia auch vom morgigen Gastspiel
beim VfB Speldorf (15 Uhr, Blötter Weg)
etwas mitbringen.
Mit dem VfB Hüls zog Täuber gegen die
Mülheimer zweimal mit 1:2 den kürzeren.
„Aber in beiden Spielen waren wir die
bessere Mannschaft.“ Die Elf seines Kollegen
Peter Kunkel schätzt er vor allem wegen
ihrer Erfahrung. „Spieler wie Christian
Hinz, den ich in Schalke im Kader hatte,
Dennis Hupperts, den ich von SW Essen kenne,
oder der frühere Hülser und Herner Kadir
Mutluer haben schon individuelle Klasse“, so
Täuber. Wie natürlich auch Oktay Güney, der
angeschlagene Speldorfer Torjäger. „Wenn
Güney fehlt, hat Speldorf im Angriff ein
Problem.“
Ob mit oder ohne Güney – seine eigene Truppe
hält Täuber für stärker. „Wenn wir an die
zweite Hälfte von Duisburg anknüpfen,
müssten wir Speldorf eigentlich schlagen“,
bläst der Trainer zur Attacke. „Bislang sind
wir in allen vier Spielen dominant
aufgetreten, und das sollte auch in Speldorf
unser Anspruch sein.“
Dass sich Ercan Kacar, Norman Seidel oder
Julian Alasan fit melden, glaubt ihr Trainer
nicht. Deshalb wird er wohl nur eine
Änderung vornehmen: Christopher Ditterle,
mit dem der SCW auch in Zukunft plant, soll
nach seiner Rotsperre wieder zwischen die
Pfosten zurückkehren, zumal sein Vertreter
Olli Bautz bis Sonntag beruflich verhindert
ist. „Sonst sehe ich weder große
Möglichkeiten, noch einen Grund, etwas zu
ändern“, schenkt Täuber der Elf von Duisburg
sein Vertrauen.
Wobei er durchaus Kritik anbringt: „Köksal
hatte in der ersten Hälfte viele
Ballverluste, die zweite war in Ordnung. Von
Diaz muss viel mehr kommen, er hat’s ja
drauf. Und Urban muss lernen, bei der
Ballannahme seitlicher zu stehen, um nicht
gleich in Zweikämpfe verwickelt zu werden.
Dann kann er auch Akpo noch besser ins Spiel
bringen.“
Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne