PRESSE

Mehr Cleverness
 

12.05.10

Die Verantwortlichen des SC Westfalia Herne haben derzeit alle Hände voll zu tun, einen wettbewerbsfähigen Kader für die nächste Saison in der NRW-Liga auf die Beine zu stellen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die aktuelle Spielzeit bereits abgehakt ist.

„Wir behalten natürlich auch unsere sportlichen Ziele für diese Saison im Auge“, sagte Trainer Klaus Täuber, der sich mit seinem Team durchaus noch von Platz fünf auf vier verbessern kann. Ein Sieg am heutigen Mittwoch im Nachholspiel beim TSV Alemannia Aachen II (20 Uhr, Tivoli, Krefelder Straße) wäre ein optimaler Start in die Schlussphase der Meisterschaft.

Nach der deutlichen Niederlage am vergangenen Sonntag in Wiedenbrück hofft Täuber nun auf den Lerneffekt. „Wir haben beim Tabellenführer von Anfang an Forechecking und Pressing gespielt. Das kann gegen einen solchen Gegner nicht gutgehen. Schon direkt nach dem 1:0 hätten wir uns taktisch klüger verhalten müssen“, blickte Täuber noch einmal auf die am Ende zu hohe 1:5-Pleite beim Spitzenreiter zurück.

In Aachen beim Tabellensiebten wird sich seine Mannschaft cleverer verhalten, ist sich Täuber sicher. „Die Amateure der Bundesligisten spielen gewöhnlich recht offensiv. Wir müssen uns die Bälle im Mittelfeld erobern und den Gegner dann durch schnelles Umschalten unter Druck setzen“, sieht der Ex-Profi als Mittel zum Erfolg. Welche Startelf Täuber am Tivoli ins Rennen schicken wird, dürfte sich erst heute entscheiden. Mit Seidel, Kluy, Kacar, Onucka, Alasan und Pfeifer ist die Liste der verletzten oder angeschlagenen Spieler lang. Im Angriff wird diesmal Sven Jubt von Anfang an spielen. „Wenn es geht, will ich ihn auch mal über 90 Minuten sehen“, so Täuber.

Unterdessen sondieren der SCW-Trainer und der Sportliche Leiter Timur Camci weiterhin den Markt, um den Kader für die nächste Spielzeit zusammenzustellen. „Wir arbeiten Hand in Hand, und das läuft auf Hochtouren“, so Täuber. Einige Spieler hätten sich am Schloss angeboten, andere seien vom SCW kontaktiert worden. Aber nach den jüngsten Erfahrungen, wie beispielsweise mit Torwart Christopher Ditterle, halten sich die Westfalia-Verantwortlichen derzeit zurück. Klaus Täuber: „Solange niemand einen Vertrag unterschrieben hat, macht es keinen Sinn, irgendwelche Meldungen heraus zu geben.“

Uwe Ross


Quelle: WAZ Herne
 

 

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