Die Verantwortlichen des SC Westfalia
Herne haben derzeit alle Hände voll zu tun,
einen wettbewerbsfähigen Kader für die
nächste Saison in der NRW-Liga auf die Beine
zu stellen. Das bedeutet allerdings nicht,
dass die aktuelle Spielzeit bereits abgehakt
ist.
„Wir behalten natürlich auch unsere
sportlichen Ziele für diese Saison im Auge“,
sagte Trainer Klaus Täuber, der sich mit
seinem Team durchaus noch von Platz fünf auf
vier verbessern kann. Ein Sieg am heutigen
Mittwoch im Nachholspiel beim TSV Alemannia
Aachen II (20 Uhr, Tivoli, Krefelder Straße)
wäre ein optimaler Start in die Schlussphase
der Meisterschaft.
Nach der deutlichen Niederlage am
vergangenen Sonntag in Wiedenbrück hofft
Täuber nun auf den Lerneffekt. „Wir haben
beim Tabellenführer von Anfang an
Forechecking und Pressing gespielt. Das kann
gegen einen solchen Gegner nicht gutgehen.
Schon direkt nach dem 1:0 hätten wir uns
taktisch klüger verhalten müssen“, blickte
Täuber noch einmal auf die am Ende zu hohe
1:5-Pleite beim Spitzenreiter zurück.
In Aachen beim Tabellensiebten wird sich
seine Mannschaft cleverer verhalten, ist
sich Täuber sicher. „Die Amateure der
Bundesligisten spielen gewöhnlich recht
offensiv. Wir müssen uns die Bälle im
Mittelfeld erobern und den Gegner dann durch
schnelles Umschalten unter Druck setzen“,
sieht der Ex-Profi als Mittel zum Erfolg.
Welche Startelf Täuber am Tivoli ins Rennen
schicken wird, dürfte sich erst heute
entscheiden. Mit Seidel, Kluy, Kacar, Onucka,
Alasan und Pfeifer ist die Liste der
verletzten oder angeschlagenen Spieler lang.
Im Angriff wird diesmal Sven Jubt von Anfang
an spielen. „Wenn es geht, will ich ihn auch
mal über 90 Minuten sehen“, so Täuber.
Unterdessen sondieren der SCW-Trainer und
der Sportliche Leiter Timur Camci weiterhin
den Markt, um den Kader für die nächste
Spielzeit zusammenzustellen. „Wir arbeiten
Hand in Hand, und das läuft auf Hochtouren“,
so Täuber. Einige Spieler hätten sich am
Schloss angeboten, andere seien vom SCW
kontaktiert worden. Aber nach den jüngsten
Erfahrungen, wie beispielsweise mit Torwart
Christopher Ditterle, halten sich die
Westfalia-Verantwortlichen derzeit zurück.
Klaus Täuber: „Solange niemand einen Vertrag
unterschrieben hat, macht es keinen Sinn,
irgendwelche Meldungen heraus zu geben.“
Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne