Der strenge Winter macht’s möglich: Nur
einen Monat nach dem Hinspiel (0:0) trifft
der SC Westfalia Herne am Sonntag erneut auf
die Hammer Spielvereinigung. Sollten sich
die Strünkeder im Stadion am Schloss (Anstoß
15 Uhr) durchsetzen, müsste sich der
Tabellendrittletzte langsam mit der
Westfalenliga vertraut machen.
Noch hat sich Hamm aber nicht aufgegeben und
seine Ambitionen auf den Klassenerhalt
zuletzt mit zwei Achtungserfolgen
unterstrichen. Am vergangenen Sonntag holte
die Mannschaft von Trainer Holger Wortmann
ein 1:1 gegen den Tabellendritten Germania
Windeck, und mit dem gleichen Resultat
knöpften die Hammer am Donnerstag auch der
zweitplazierten Arminia Bielefeld II einen
Zähler ab.
„Zuhause holen die schon ihre Pünktchen,
aber immer nur eins. Das könnte am Ende doch
zu wenig sein“, kommentierte Klaus Täuber,
der in seinem zweiten Spiel als
Westfalia-Coach ebenfalls zwei Punkte aus
Hamm entführte. Vor einem Monat war
eigentlich mehr drin für die Blau-Weißen,
die ohne Ouro-Akpo und nach der Gelb-Roten
Karte für Marko Onucka (50.) aber vor allem
im Angriff die nötige Durchschlagskraft
vermissen ließen.
In seiner Trainerlaufbahn hat Täuber
übrigens noch nie gegen Hamm verloren, und
das soll sich auch am Sonntag nicht ändern.
Trotz der Kluft von zwölf Plätzen in der
Tabelle nimmt der SCW aber nicht
selbstverständlich die Favoritenrolle ein.
Das liegt ausschließlich an den aktuellen
Personalproblemen, die schon am Mittwoch in
Aachen (1:3) einen durchaus möglichen Erfolg
verhinderten.
Da fehlte gleich ein halbes Dutzend Spieler.
Und hätten sich nicht die angeschlagenen
Ercan Kacar und Marko Onucka zumindest für
Kurzeinsätze zur Verfügung gestellt, hätte
Täuber auf der Reservebank als Feldspieler
lediglich den jungen Benjamin Bielmeier zur
Verfügung gehabt.
Morgen werden zumindest wieder die zuletzt
beruflich verhinderten Arben Tahiri und Emre
Köksal zur Verfügung stehen. „Ich erwarte,
dass meine Mannschaft bis zum Saisonende Gas
gibt. Aber dafür muss auch die Konstellation
stimmen. Wenn am Sonntag wieder fünf, sechs
Spieler fehlen, müssen wir erneut
improvisieren“, so Täuber.
Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne