PRESSE

Improvisation gefordert
 

15.05.10

Der strenge Winter macht’s möglich: Nur einen Monat nach dem Hinspiel (0:0) trifft der SC Westfalia Herne am Sonntag erneut auf die Hammer Spielvereinigung. Sollten sich die Strünkeder im Stadion am Schloss (Anstoß 15 Uhr) durchsetzen, müsste sich der Tabellendrittletzte langsam mit der Westfalenliga vertraut machen.

Noch hat sich Hamm aber nicht aufgegeben und seine Ambitionen auf den Klassenerhalt zuletzt mit zwei Achtungserfolgen unterstrichen. Am vergangenen Sonntag holte die Mannschaft von Trainer Holger Wortmann ein 1:1 gegen den Tabellendritten Germania Windeck, und mit dem gleichen Resultat knöpften die Hammer am Donnerstag auch der zweitplazierten Arminia Bielefeld II einen Zähler ab.

„Zuhause holen die schon ihre Pünktchen, aber immer nur eins. Das könnte am Ende doch zu wenig sein“, kommentierte Klaus Täuber, der in seinem zweiten Spiel als Westfalia-Coach ebenfalls zwei Punkte aus Hamm entführte. Vor einem Monat war eigentlich mehr drin für die Blau-Weißen, die ohne Ouro-Akpo und nach der Gelb-Roten Karte für Marko Onucka (50.) aber vor allem im Angriff die nötige Durchschlagskraft vermissen ließen.

In seiner Trainerlaufbahn hat Täuber übrigens noch nie gegen Hamm verloren, und das soll sich auch am Sonntag nicht ändern. Trotz der Kluft von zwölf Plätzen in der Tabelle nimmt der SCW aber nicht selbstverständlich die Favoritenrolle ein. Das liegt ausschließlich an den aktuellen Personalproblemen, die schon am Mittwoch in Aachen (1:3) einen durchaus möglichen Erfolg verhinderten.

Da fehlte gleich ein halbes Dutzend Spieler. Und hätten sich nicht die angeschlagenen Ercan Kacar und Marko Onucka zumindest für Kurzeinsätze zur Verfügung gestellt, hätte Täuber auf der Reservebank als Feldspieler lediglich den jungen Benjamin Bielmeier zur Verfügung gehabt.

Morgen werden zumindest wieder die zuletzt beruflich verhinderten Arben Tahiri und Emre Köksal zur Verfügung stehen. „Ich erwarte, dass meine Mannschaft bis zum Saisonende Gas gibt. Aber dafür muss auch die Konstellation stimmen. Wenn am Sonntag wieder fünf, sechs Spieler fehlen, müssen wir erneut improvisieren“, so Täuber.

Uwe Ross


Quelle: WAZ Herne
 

 

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