PRESSE

Sieger und Gewinner
 

18.05.10

Pflicht erfüllt, mehr nicht. Zwar war der Sieg des haushohen Favoriten an der Wilhelmstraße nie ernsthaft in Gefahr, doch als eigentliche Gewinner verließen die tapferen Sportfreunde den Platz. Sie hatten nicht nur die von ihrem Trainer Kalla Timmler befürchtete Packung verhindert, sie hatten sich mit absolut fairen Mitteln richtig gut verkauft und nach einem herrlichen Fallrückziehertor von Mette Aydin zum 1:2 (84.) sogar für eine nicht unspannende Schlussphase gesorgt. Hätte Tobias Wilms nach schönem Dribbling seinen Pass in den freien Raum mit etwas weniger Druck gespielt, Aydin oder Damian Raczek hätten frei vor Thimo Mallon sogar das 2:2 auf dem Fuß gehabt (88.).

So konnte der junge Westfalia-Keeper den Ball aufnehmen und sich anschließend über ein Lob seines Trainers freuen. „Mallons Präsenz hat mir gut gefallen. Das war heute für mich wichtig. Natürlich auch, dass wir weiter gekommen sind. Mit welchem Ergebnis, interessiert mich nicht so sehr“, hakte Klaus Täuber die Pokalpflicht ab.


Die Sportfreunde-Abwehr schlug sich ganz beachtlich. Hier am Ball Ex-Westfalia-Kicker Robert Ayensu-Ayisi (Mitte).  
Foto: InfoSchlumpf


Natürlich war der Unterschied von vier Spielklassen von Beginn an sichtbar. Westfalia hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und versuchte, die dicht gestaffelte Sportfreunde-Abwehr mit spielerischen Mitteln auszuhebeln. Anfangs gelang das recht gut, als Ercan Kacar mehrfach schön in den Rücken der Abwehr flankte. Beim zweiten Versuch glückte Sven Jubt mit einem gefühlvollen Heber über Torwart Manuel Erlkamp das 0:1, wenig später versuchte Ouro-Akpo dasselbe Kunststück, musste aber mit ansehehen, wie SF-Libero Patrick Schulten den Ball noch von der Linie köpfte.

Dass sich Schulten für diese Aktion vom togolesischen Nationalstürmer abklatschen ließ, war symptomatisch für die entspannte Atmosphäre auf dem Platz. Erst in der 33. Minute musste Serkan Besli das erste kleine Foul pfeifen -- die Sportfreunde versuchten gar nicht erst, sich unfair zur Wehr zu setzen.

Wohl aber mit einer Abseitsfalle, die später immer öfter zuschnappte. Zwar hatten die Herner auch nach Akpos 0:2 noch etliche Chancen, doch weil sie den Ball ins Tor tragen wollten, blieb es bei der eher knappen Führung. So wurden die Wanner immer kecker. Waren sie zuvor nur mit den „Einwurfflanken“ von Stefan Rasch oder nach weiten Freistößen von Schulten in den Strafraum des NRW-Ligisten gekommen, zeigten sie in der letzten halben Stunde auch einige feine Spielzüge, oft eingefädelt von Damian Raczek oder Tobias Wilms. Raczek war es auch, der Mallon die erste echte Aufgabe stellte, die der junge Schlussmann per Fußabwehr löste (63.). Aydins Fallrückzieher aber konnte auch Mallon nur bestaunen.


Sportfreunde Wanne - SC Westfalia Herne 1:2 (0:2)


Wolfgang Volmer


Quelle: WAZ Herne


Fotoalbum von InfoSchlumpf
 

 

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