Noch acht Tage, dann ist die Saison
2009/2010 der NRW-Liga Geschichte. Zweimal
muss der SC Westfalia Herne noch ran. Und
ehe es am 30. Mai zum bedeutungslosen Finale
beim SV Bergisch-Gladbach geht, steht für
die Strünkeder am Pfingstmontag (15 Uhr) die
hochinteressante Partie gegen den
Tabellendritten TSV Germania Windeck auf dem
Programm.
„Windeck und Arminia Bielefled II werden den
zweiten Aufsteiger unter sich ausmachen. Das
wird noch spannend, und wir können dabei
Zünglein an der Waage spielen“, freut sich
SCW-Trainer Klaus Täuber auf diese Partie.
Nachdem in den letzten Wochen doch die Luft
raus war, appelliert der Ex-Profi noch
einmal an seine Mannschaft: „Jetzt geht es
darum, dass wir uns im letzten Heimspiel
vernünftig von unseren Fans verabschieden.
Das erwarte ich einfach.“ Aber nicht nur der
letzte Auftritt vieler Spieler am Schloss
Strünkede sollte Motivation sein. „Das
Hinspiel hat die Mannschaft mit 0:3
verloren. Am Montag wollen wir zeigen, dass
wir auch zu den Topteams der Liga gehören“,
so Täuber, der bis auf Norman Seidel und
Daniel Diaz seinen kompletten Kader zur
Verfügung hat.
Derweil basteln Täuber und Timur Camci,
Sportlicher Leiter der Westfalia, auch
weiter fleißig an der Mannschaft für die
nächste Spielzeit. Und jetzt ist auch
sicher, dass Abwehr-Ass Nils Eisen trotz
Angebote höherklassiger Vereine ein weiteres
Jahr am Schloss bleibt. „Das ist ein
wichtiges Zeichen. Er wird auch unser neuer
Kapitän werden“, freut sich der SCW-Trainer.
Zudem arbeitet Täuber demnächst auch wieder
mit einem Spieler zusammen, den er als „eine
Art Ziehkind von mir“ bezeichnet. Vom
Regionalligisten Fortuna Düsseldorf II kommt
Stürmer Sascha Wolf nach Herne. Vor etlichen
Jahren spiele Wolf beim FC Rhade in der
Verbandsliga bereits unter Täuber, folgte
seinem Trainer später zu Schalkes Amateuren
und schaffte in der Saison 1998/99 den
Sprung in die Bundesligamannschaft der
Königsblauen. Danach war der inzwischen
38-Jährige vier Jahre lang in der
Regionalliga für RW Essen aktiv, ehe er bei
SW Essen wieder auf Klaus Täuber traf.
Sechster Neuzugang des SCW nach Tino
Westphal, Erdal Bastürk, Frederick Donkor,
Pascal Kurz und Sascha Wolf ist Defensivmann
Ludwig Kofo-Asenso aus der U23 von Rot-Weiß
Oberhausen. Wie alle Neuzugänge unterschrieb
auch er einen Vertrag für ein Jahr. „Wir
sind auf einem guten Weg, aber wir arbeiten
weiter auf Hochtouren. Langsam entsteht ein
Bild der neuen Mannschaft“, fasste Täuber
zusammen.
Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne