PRESSE

Ausflug ins Rheinland
 

29.05.10

Es ist nicht mehr als eine lästige Pflichtaufgabe, die den SC Westfalia Herne am Sonntag ins Rheinland lockt. Beim SV Bergisch Gladbach steht ab 15 Uhr das letzte Saisonspiel in der NRW-Liga auf dem Plan. Beide Mannschaften sind im Tabellenmittelfeld angesiedelt, für beide geht es nicht einmal um eine goldene Ananas. Und so werden sich Spieler wie Verantwortliche beinahe mehr für die Ergebnisse von den anderen Plätzen interessieren, als für das Resultat in der Belkaw-Arena.

Noch sind in der Liga zwei Fragen offen. Die eine könnte bereits am Samstag beantwortet werden. Falls sich der FSV Mainz 05 II in der Regionalliga auf einem rettenden Platz behauptet, stehen die vier Absteiger aus der NRW-Liga bereits vor dem Anpfiff fest. Sofern es die Mainzer doch noch erwischt, werden Wattenscheid, Hamm oder Hüls in der Liga bleiben.

Die Frage des zweiten Aufsteigers erfuhr am Donnerstag eine interessante Zuspitzung. Weil nämlich der Rat der Stadt Bielefeld dem DSC Arminia einen Fünf-Millionen-Kredit verweigerte, droht dem Profiverein die Insolvenz. Gemunkelt wird, dass die Arminen in diesem Falle mit ihrer ersten Mannschaft in die NRW-Liga eingereiht werden. Statt eine Etage höher, müsste die Reserve dann wohl eine Liga tiefer antreten. Und für Germania Windeck wäre wohl ein Plätzchen in der Regionalliga frei.

Weil auch über die Wertung des Spiels Fortuna Köln - VfB Hüls noch nicht letztinstanzlich entschieden ist, wird die Saison in jedem Fall ein Nachspiel haben. Und das beeinflusst auch die Planungen des SC Westfalia. Denn einige der möglichen Neuzugänge, mit denen die Herner verhandelt haben, kämpfen mit ihren derzeitigen Vereinen noch um den Klassenerhalt. Um da keine Störfeuer zu entfachen, hält der SCW die Namen zurück, zumal noch keine weiteren Verträge unterzeichnet wurden. Fünf, sechs Plätze im künftigen Herner Kader sind damit noch offen.

Zu den Namen, die derzeit gehandelt werden, gehören die von Michael Erzen und Rene Lewejohann. Täuber bestätigte Kontakte zu beiden Ex-Hernern. „In Sachen Erzen könnte am Samstag eine Entscheidung fallen, Lewejohann ist offen“, so der Trainer.

Der muss sich über das morgige Spiel keine großen Gedanken machen. Weil Ercan Kacar, Andreas Kluy, Marko Onucka, Norman Seidel und Daniel Diaz verletzt ausfallen, stellt sich die Mannschaft fast von alleine auf. Natürlich müssen auch einige auflaufen, die mit der Westfalia gedanklich schon abgeschlossen haben. „Trotzdem hoffe ich auf einen vernünftigen Abschluss und einen Sieg“, sagt Täuber. Den verlangt allerdings auch sein Kollege Lars Leese von den Gladbachern, die ihre Fans nach vier Niederlagen in Folge wieder positiv stimmen wollen.

Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne
 

 

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