Nicht nur die nahende WM sorgt dieser
Tage für reichlich Gesprächsstoff unter
Fußballfreunden. Auch der obere
Amateurbereich lieferte am langen Wochenende
Themen für heiße Diskussionen. Im
Mittelpunkt standen und stehen zwei der
traditionsreichsten Reviervereine. Und der
SC Westfalia Herne ist – manche wird’s
wundern – diesmal nicht dabei.
Mittelbar betroffen sind die Herner aber
doch. Denn weil RW Essen und der Bonner SC
keine Lizenz für die Regionalliga erhielten
und der SpVg Erkenschwick die Zulassung für
die NRW-Liga verweigert wurde, gibt es bei
der Zusammensetzung der fünften Spielklasse
einige Fragezeichen.
Nicht der NRW-Liga angehören wird die
Reserve von Borussia Mönchengladbach, die am
letzten Spieltag der Regionalliga noch auf
einen Abstiegsplatz rutschte. Sie verbleibt
ebenso wie Wormatia Worms in der 4. Liga. RW
Essen und Bonn haben noch bis zum 20. Juni
Zeit, eine Lizenz für die NRW-Liga zu
beantragen. Im Fall Essen wird das nur
gelingen, wenn das beantragte
Insolvenzverfahren vor dem 30. Juni eröffnet
oder der Insolvenzantrag sogar zurückgezogen
wird. In heiden Vereinen bemüht man sich
derzeit, die Voraussetzungen für einen
Neustart in der NRW-Liga zu schaffen.
Sollten RWE und Bonn die Zulassung für die
NRW-Liga erhalten, nähmen sie wohl die
Plätze von Mönchengladbach II und von
Zwangsabsteiger RW Essen II ein. Andernfalls
können sich wohl der VfB Hüls, dem nun
endgültig drei Punkte aus dem Spiel in Köln
zugesprochen wurden, und vielleicht auch
Hamm Hoffnungen auf den verspäteten
Klassenverbleib machen.
Reichlich mysteriös stellt sich derweil die
Lage am Erkenschwicker Stimberg dar, wo
binnen zehn Tagen drei Vorstandsmitglieder
ihren Rücktritt erklärten. Ob es da gelingt,
den Lizenzantrag auf der Einnahmeseite
nachzubessern und noch in die NRW-Liga zu
rutschen, bleibt reine Spekulation. Erster
Anwärter auf den eventuell freien Platz wäre
wohl TuS Erndtebrück als Vizemeister der
Westfalenliga 2. Aber auch das wird die
Juristen im Verband noch beschäftigen.
„Mir wäre eine Liga mit RWE, mit
Erkenschwick und Hüls am liebsten“, verrät
Klaus Täuber seine Wünsche. „Das wären
schöne Derbys, für die sich auch die Leute
interessieren.“ Da er es aber nicht
beeinflussen kann, beschäftigt sich der
Westfalia-Trainer vorwiegend mit anderen
Themen. Ganz oben auf seiner Agenda steht
die Suche nach neuen Stürmern. „Ich habe
fünf Leute auf dem Zettel, mit denen ich im
Gespräch bin. Ich hoffe, einen oder zwei von
ihnen verpflichten zu können, bevor ich am
Donnerstag in den Urlaub fahre.“
Ein anderes Thema hat Täuber bereits
erledigt: Der Vorbereitungsplan steht.
„Gerade hat mich Thomas Ernst zurück gerufen
und den Termin bestätigt. Wir spielen am 21.
Juli um 19 Uhr am Schloss gegen die Profis
des VfL Bochum“, freut sich der SCW-Coach
über die Zusage für das einst vonFrank
Schulz eingestielte Benefizspiel. Dafür
entfällt der vereinbarte Test gegen die
Bochumer Zweitvertretung. Stattdessen
empfängt der SCW am 14. Juli um 19 Uhr den
Landesliga-Aufsteiger Fortuna Herne zum
ersten Vorbereitungsspiel.
Weitere Termine – So., 18. Juli, 15 Uhr: SCW
- DSC Wanne-Eickel (Kreispokalfinale); Sa.,
24. 7.: VfB Hüls - SCW; So., 25. 7., 15 Uhr:
Vorwärts Kornharpen - SCW; Do., 29.7. - Sa,
7. 8.: Cranger-Kirmes-Cup; 7./8. August: 1.
Runed Verbandspokal; 14./15. August: 1.
Spieltag NRW-Liga.
Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne