PRESSE

Viele Fragen offen
 

08.06.10

Nicht nur die nahende WM sorgt dieser Tage für reichlich Gesprächsstoff unter Fußballfreunden. Auch der obere Amateurbereich lieferte am langen Wochenende Themen für heiße Diskussionen. Im Mittelpunkt standen und stehen zwei der traditionsreichsten Reviervereine. Und der SC Westfalia Herne ist – manche wird’s wundern – diesmal nicht dabei.

Mittelbar betroffen sind die Herner aber doch. Denn weil RW Essen und der Bonner SC keine Lizenz für die Regionalliga erhielten und der SpVg Erkenschwick die Zulassung für die NRW-Liga verweigert wurde, gibt es bei der Zusammensetzung der fünften Spielklasse einige Fragezeichen.

Nicht der NRW-Liga angehören wird die Reserve von Borussia Mönchengladbach, die am letzten Spieltag der Regionalliga noch auf einen Abstiegs­platz rutschte. Sie verbleibt ebenso wie Wormatia Worms in der 4. Liga. RW Essen und Bonn haben noch bis zum 20. Juni Zeit, eine Lizenz für die NRW-Liga zu beantragen. Im Fall Essen wird das nur gelingen, wenn das beantragte Insolvenzverfahren vor dem 30. Juni eröffnet oder der Insolvenzantrag sogar zurückgezogen wird. In heiden Vereinen bemüht man sich derzeit, die Voraussetzungen für einen Neustart in der NRW-Liga zu schaffen.

Sollten RWE und Bonn die Zulassung für die NRW-Liga erhalten, nähmen sie wohl die Plätze von Mönchengladbach II und von Zwangsabsteiger RW Essen II ein. Andernfalls können sich wohl der VfB Hüls, dem nun endgültig drei Punkte aus dem Spiel in Köln zugesprochen wurden, und vielleicht auch Hamm Hoffnungen auf den verspäteten Klassenverbleib machen.

Reichlich mysteriös stellt sich derweil die Lage am Erkenschwicker Stimberg dar, wo binnen zehn Tagen drei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt erklärten. Ob es da gelingt, den Lizenzantrag auf der Einnahmeseite nachzubessern und noch in die NRW-Liga zu rutschen, bleibt reine Spekulation. Erster Anwärter auf den eventuell freien Platz wäre wohl TuS Erndtebrück als Vizemeister der Westfalenliga 2. Aber auch das wird die Juristen im Verband noch beschäftigen.

„Mir wäre eine Liga mit RWE, mit Erkenschwick und Hüls am liebsten“, verrät Klaus Täuber seine Wünsche. „Das wären schöne Derbys, für die sich auch die Leute interessieren.“ Da er es aber nicht beeinflussen kann, beschäftigt sich der Westfalia-Trainer vorwiegend mit anderen Themen. Ganz oben auf seiner Agenda steht die Suche nach neuen Stürmern. „Ich habe fünf Leute auf dem Zettel, mit denen ich im Gespräch bin. Ich hoffe, einen oder zwei von ihnen verpflichten zu können, bevor ich am Donnerstag in den Urlaub fahre.“

Ein anderes Thema hat Täuber bereits erledigt: Der Vorbereitungsplan steht. „Gerade hat mich Thomas Ernst zurück gerufen und den Termin bestätigt. Wir spielen am 21. Juli um 19 Uhr am Schloss gegen die Profis des VfL Bochum“, freut sich der SCW-Coach über die Zusage für das einst vonFrank Schulz eingestielte Benefizspiel. Dafür entfällt der vereinbarte Test gegen die Bochumer Zweitvertretung. Stattdessen empfängt der SCW am 14. Juli um 19 Uhr den Landesliga-Aufsteiger Fortuna Herne zum ersten Vorbereitungsspiel.

Weitere Termine – So., 18. Juli, 15 Uhr: SCW - DSC Wanne-Eickel (Kreispokalfinale); Sa., 24. 7.: VfB Hüls - SCW; So., 25. 7., 15 Uhr: Vorwärts Kornharpen - SCW; Do., 29.7. - Sa, 7. 8.: Cranger-Kirmes-Cup; 7./8. August: 1. Runed Verbandspokal; 14./15. August: 1. Spieltag NRW-Liga.

Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne

 

© SC Westfalia 04 Herne e.V. 2010