Seit gut einer Woche ist Klaus Täuber aus
seinem Urlaub an der türkischen Riviera
wieder zurück in der Heimat. Die
Erholungsphase hält beim Fußballlehrer aber
noch an, denn beim NRW-Ligisten SC Westfalia
Herne geht es derzeit recht stressfrei zu.
Dafür hat Täuber in seiner Funktion als
Interimsmanager, die er nach dem Rücktritt
von Timur Camci übernommen hatte, bereits im
Vorfeld gesorgt. Lediglich das Werben des
DSC Wanne-Eickel um Westfaliaspieler Sven
Jubt, der beim SCW noch einen Vertrag bis
2011 hat, nervt den Schalker Ex-Profi ein
wenig.
DSC-Manager Jörg Kowalski hatte in dieser
Woche mitgeteilt, dass die Schwarz-Gelben
den Jungstürmer gerne in ihren
Westfalenliga-Kader aufnehmen würden und
Jubt auch großes Interesse bekundet hätte,
in der neuen Saison für den DSC anzugreifen.
„Die haben offensichtlich auch noch andere
Leute angesprochen, die bei ihren Vereinen
noch gültige Verträge haben“, ist Klaus
Täuber von dem nun stattfindenden Tauziehen
um Jubt nicht begeistert.
Täuber hat in den letzten Tagen mehrfach mit
dem 19-Jährigen gesprochen. „Ich habe ihm
gesagt, dass ich ihn gerne behalten würde
und seine Entwicklung vorantreiben möchte.
Er ist ein Eigengewächs der Westfalia.
Natürlich ist die Konkurrenz beim Sprung von
den Junioren zu den Senioren groß. Aber Sven
hat das Talent dazu und kann es schaffen,
wenn man ihn richtig anpackt,“ sagt der
SCW-Trainer. Und Täuber ergänzt: „Es ist für
mich auch immer eine persönliche
Herausforderung, junge Spieler nach oben zu
bringen.“
Im Augenblick ist noch nicht entschieden,
für welchen Verein Jubt in der kommenden
Spielzeit stürmen wird. „Sollten wir ihn
gehen lassen, müssten wir uns natürlich
Ersatz besorgen. Und gute Stürmer für die
NRW-Liga sind nicht billig“, sendet Täuber
ein deutliches Signal an den DSC.
Abgesehen vom „Fall Jubt“ sind die
Personalplanungen beim SC Westfalia so gut
wie abgeschlossen. Nur nach einem weiteren
Offensivspieler hält Täuber noch die Augen
offen. „Aber da gucken wir ganz in Ruhe und
werden keine halsbrecherischen
Entscheidungen treffen“, so der SCW-Trainer
dem die „Wechselperiode I“ für eine
Neuverpflichtung noch bis zum 31. August
Zeit lässt.
Jetzt genießen die Verantwortlichen und die
Spieler der Westfalia noch ein paar
Urlaubstage, ehe am Freitag nächster Woche
(9. Juli) um 18 Uhr der Trainingsaufgalopp
stattfindet. Offiziell stellt der SCW seine
Mannschaft für die neue NRW-Liga-Saison am
Sonntag, 11. Juli, um 14 Uhr im Stadion am
Schloss Strünkede vor.
Die Wechsel beim SC Westfalia:
Abgänge: Christopher Ditterle (SSVg.
Velbert), Marko Onucka (Velbert), Ercan
Kacar (Velbert), Norman Seidel (Velbert),
Oliver Bautz (TuS Haltern), Andreas Kluy
(Velbert), Daniel Diaz (ASC Dortmund), Arben
Tahiri (Westfalia Rhynern), Abdou-Nassirou
Ouro-Akpo (Fortuna Köln), Tim Gebauer
(Velbert), Pascal Pfeiffer (VfB Hüls), Emre
Köksal (unbekannt).
Zugänge: Pascal Kurz (TW, SSVg.
Velbert), Thimo Mallon (TW, eigene
A-Jugend), Tino Westphal (SF Siegen,
Abwehr), Erdal Bastürk (TB Berlin,
Mittelfeld), Samed Sazoglu, Danny Tottmann
(beide eigene A-Jugend/Mittelfeld), Ludwig
Kofo-Asensu (RW Oberhausen U23, Abwehr),
Sascha Wolf (Fortuna Düsseldorf II,
Co-Trainer,Standby-Stürmer), Frederick
Donkor (FC 96 Recklinghausen, Stürmer),
Sebastian Freyni (RW Oberhausen U 23,
offensives Mittelfeld), Michael Erzen
(Preußen Münster, Stürmer), Selcuk Dede (SV
Zweckel, Offensiv-Allrounder), Sebastian
Krug (Hammer SpVg, Innenverteidiger).
Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne