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„Klaus & Klaus“ sind sich einig
 

17.07.10

So richtig passt beiden Trainern das Spiel am morgigen Sonntag nicht ins Konzept, wenn ihre Clubs, der NRW-Ligist SC Westfalia Herne und der Westfalenligist DSC Wanne-Eickel ab 15 Uhr im Stadion Schloss Strünkede das Kreispokalfinale austragen müssen. Grund: Beide Teams stecken mitten in ihrer Vorbereitung, würden sich lieber mit ihren Mannschaften ohne Pflichtspielzwang auf die Meisterschaftssaison vorbereiten.

Da sind sich „Klaus & Klaus“, die einst gemeinsam auf Schalke kickten, einig. „Keine glückliche Termin-Ansetzung“, findet SCW-Coach Klaus Täuber. Zustimmung erhält er von seinem Wanner Kollegen Klaus Berge: „Wir Trainer erstellen schon lange im Vorfeld einen Vorbereitungsplan und füllen diesen, und dann kommt irgendein Funktionär und setzt das Pokalfinale an, ohne mit den Vereinen zu sprechen.“ Reinhold Spohn, Chef des Fußballkreises, kontert locker: „Der Termin ist seit einem halben Jahr bekannt.“

Die Trainer der beiden Finalisten nehmen’s nun, wie es kommt. Und beide wollen sich trotz der Vorbereitungsphase mit ihrem Verein den Titel holen.

Vor allem der SCW. „Wir haben gegen den DSC Wanne-Eickel noch etwas gutzumachen“, so Westfalia-Trainer Klaus Täuber. Denn gegen den Westfalenligisten hatten die Strünkeder in der vergangenen Pokalrunde das Halbfinale mit 2:3 verloren; und das trotz einer 2:0 Führung. Deshalb müsse diesmal ein Sieg herausspringen, auch wenn er damals noch nicht auf der Westfalia-Trainerbank gesessen habe, erklärte Täuber.

Personell kann der NRW-Ligist vor dem Kreispokalfinale weiterhin nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen. Wie schon am Mittwoch im Testspiel gegen eine Nationalmannschaft des Iran werden morgen Mirko Urban, Frederik Donkor und Julian Alasan fehlen.

Im Gegensatz dazu kann DSC-Coach Klaus Berge aus dem Vollen schöpfen. „Alle Spieler sind wohl einsatzfähig - es sei denn, es verletzt sich noch einer.“ Was natürlich keiner hofft. Bislang hat die Berge-Elf, obwohl sie mit der Vorbereitung bereits vor knapp drei Wochen gestartet ist, noch kein Testspiel ausgetragen. Denn der am Mittwochabend angesetzte Freundschaftskick beim FC/JS Hillerheide musste aufgrund des Gewitters nach sieben Minuten abgebrochen werden.

Heute allerdings dürfen die Schwarz-Gelben dann doch über 90 Minuten testen. Um 16.45 Uhr ist der DSC bei Viktoria Resse zu Gast, bevor am Sonntag dann das Kreispokalfinale bei Westfalia Herne angepfiffen wird.

Und das Duell der beiden Clubs ist gleichzeitig auch ein Wiedersehen der Trainer. Täuber und Berge haben gemeinsam beim Bundesligisten FC Schalke 04 die Fußballschuhe geschnürt und feierten 1983 zusammen den Wiederaufstieg der Königsblauen in die Bundesliga. Obwohl sich ihre Wege in den vergangenen Jahren schon oft gekreuzt haben, freuen sich beide auf das Treffen am Sonntag. Und wie sagt Klaus Berge: „Wir sehen uns, verarschen uns dann immer gegenseitig, und dann ist das auch okay.“

von Mathias Gerth

Quelle: WAZ Herne

 

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