PRESSE

„Wir haben Potenzial“
 

20.07.10

Interview mit Nils Eisen

Über das harte Training, den ersten Eindruck der neuen SCW-Mannschaft, die sportlichen Ziele, Teambildung und seine Chefrolle innerhalb des Kaders sprach Westfalias neuer Kapitän Nils Eisen im WAZ-Interview mit Mathias Gerth. Der 23 Jahre junge Innenverteidiger ist seit dem Start der Vorbereitung neuer Spielführer der Täuber-Elf.
 

Nils, Sie sind als Kapitän der Nachfolger von Tim Gebauer, der nach Velbert gewechselt ist. Wie groß sind die Fußstapfen, die Gebauer hinterlassen hat?

Nils Eisen: Riesig! Er war eine Stütze der Mannschaft, hat das Team immer angeführt und stets hervorragende Arbeit geleistet. Es wird für mich nicht einfach, in seine Fußstapfen zu treten. Aber: Ich werde es versuchen.

Nicht einfach, auch weil zwölf Neuzugänge dazugekommen sind?

Ja, aber wir haben beim SCW eigentlich immer zwölf bis 14 neue Spieler einbauen müssen. Das ist uns, denke ich, immer gut gelungen und ich bin mir sicher, es wird uns diesmal auch gut gelingen.

Die Westfalia hat sich besonders in den letzten Jahren über den Mannschaftsgeist und den Zusammenhalt definiert.

Der Kapitän des SCW: Nils Eisen

 
Dazu beigetragen haben auch Aktionen außerhalb des Trainingsplatzes.

Klar, das ist wichtig. Ich werde mich da natürlich auch mit dem Trainerteam abstimmen. So planen wir momentan beispielsweise einen Grillabend mit Frauen und Freundinnen. Aber auch Aktionen wie gemeinsam zum Badminton spielen oder Bowlen zu gehen. So etwas schweißt halt zusammen. Aber: Genauso wichtig ist es, dass wir jetzt vor allem nach dem Training oder nach Spielen länger in der Kabine sitzen und noch quatschen. So lernen sich die alten und neuen Spieler einfach besser kennen.

Wie ist den bislang Ihr Eindruck von der Mannschaft?

Gut. Und es sind ja auch einige dabei, die bereits für die Westfalia gespielt haben wie beispielsweise Michael Erzen. Da weiß jeder, dass er für den SCW steht, seine Laufarbeit auf dem Platz bringt und sich den Hintern aufreißt. Zudem weiß jeder Spieler auch, was es heißt, für diesen Verein zu spielen und jeder wird für den Club alles geben. Davon bin ich überzeugt. Auch wenn man es gegen den DSC Wanne-Eickel nicht so gesehen hat. Aber: Wir waren körperlich einfach platt.

Ist denn die Vorbereitung unter Trainer Klaus Täuber wirklich so knüppelhart?

Definitiv. Und härter als unter Frank Schulz. Ich kann sagen, wir kennen den Gysenberg bestens; jede Bodenrille, jeden Stock und jeden Stein. Hammerhart!

Nach bislang drei Testspielen, wie stark schätzen Sie die neue Westfalia-Mannschaft ein?

Ich glaube, man hat gesehen, dass wir Potenzial haben; vor allem auch im Spiel nach vorne sind wir gut aufgestellt. Allerdings dürfen wir die Abwehrarbeit nicht vernachlässigen. Aber: Dafür trage ich ja nun die Kapitänsbinde und kann jetzt lautstarke Anweisungen geben.

Was ist in der Meisterschaft möglich?

Wir haben uns als sportliches Ziel einen einstelligen Tabellenplatz gesetzt. Das sollte machbar sein.

Und wie sieht es damit aus, an der Tabellenspitze zu schnuppern?

Sicherlich wollen wir einige Mannschaften aus dem Kreis der Aufstiegsfavoriten ärgern. Wir allerdings sind kein Favorit. Zu diesem Kreis zählen für mich die Bundesligaclubs mit ihren Zweitvertretungen und die SSVg. Velbert. Mit aktuell sechs Spielern von uns und dazu noch unsere beiden ehemaligen, Sven Barton und Andre Badur, hat Velbert ja praktisch bereits eine eingespielte Truppe.
 
von Mathias Gerth

Quelle: WAZ Herne

 

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