Interview mit Nils Eisen
Über das harte Training, den ersten Eindruck
der neuen SCW-Mannschaft, die sportlichen
Ziele, Teambildung und seine Chefrolle
innerhalb des Kaders sprach Westfalias neuer
Kapitän Nils Eisen im WAZ-Interview mit
Mathias Gerth. Der 23 Jahre junge
Innenverteidiger ist seit dem Start der
Vorbereitung neuer Spielführer der
Täuber-Elf.
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Nils, Sie sind als Kapitän der
Nachfolger von Tim Gebauer, der nach
Velbert gewechselt ist. Wie groß
sind die Fußstapfen, die Gebauer
hinterlassen hat? |
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Der Kapitän des SCW: Nils Eisen |
Klar, das ist wichtig. Ich werde mich da natürlich auch mit dem Trainerteam abstimmen. So planen wir momentan beispielsweise einen Grillabend mit Frauen und Freundinnen. Aber auch Aktionen wie gemeinsam zum Badminton spielen oder Bowlen zu gehen. So etwas schweißt halt zusammen. Aber: Genauso wichtig ist es, dass wir jetzt vor allem nach dem Training oder nach Spielen länger in der Kabine sitzen und noch quatschen. So lernen sich die alten und neuen Spieler einfach besser kennen.
Wie ist den bislang Ihr Eindruck von der
Mannschaft?
Gut. Und es sind ja auch einige dabei, die
bereits für die Westfalia gespielt haben wie
beispielsweise Michael Erzen. Da weiß jeder,
dass er für den SCW steht, seine Laufarbeit
auf dem Platz bringt und sich den Hintern
aufreißt. Zudem weiß jeder Spieler auch, was
es heißt, für diesen Verein zu spielen und
jeder wird für den Club alles geben. Davon
bin ich überzeugt. Auch wenn man es gegen
den DSC Wanne-Eickel nicht so gesehen hat.
Aber: Wir waren körperlich einfach platt.
Ist denn die Vorbereitung unter Trainer
Klaus Täuber wirklich so knüppelhart?
Definitiv. Und härter als unter Frank
Schulz. Ich kann sagen, wir kennen den
Gysenberg bestens; jede Bodenrille, jeden
Stock und jeden Stein. Hammerhart!
Nach bislang drei Testspielen, wie stark
schätzen Sie die neue Westfalia-Mannschaft
ein?
Ich glaube, man hat gesehen, dass wir
Potenzial haben; vor allem auch im Spiel
nach vorne sind wir gut aufgestellt.
Allerdings dürfen wir die Abwehrarbeit nicht
vernachlässigen. Aber: Dafür trage ich ja
nun die Kapitänsbinde und kann jetzt
lautstarke Anweisungen geben.
Was ist in der Meisterschaft möglich?
Wir haben uns als sportliches Ziel einen
einstelligen Tabellenplatz gesetzt. Das
sollte machbar sein.
Und wie sieht es damit aus, an der
Tabellenspitze zu schnuppern?
Sicherlich wollen wir einige Mannschaften
aus dem Kreis der Aufstiegsfavoriten ärgern.
Wir allerdings sind kein Favorit. Zu diesem
Kreis zählen für mich die Bundesligaclubs
mit ihren Zweitvertretungen und die SSVg.
Velbert. Mit aktuell sechs Spielern von uns
und dazu noch unsere beiden ehemaligen, Sven
Barton und Andre Badur, hat Velbert ja
praktisch bereits eine eingespielte Truppe.
von Mathias Gerth
Quelle:
WAZ
Herne
