Westfalia Herne fiebert dem Testspiel heute
Abend um 19 Uhr im Stadion am Schloss
Strünkede gegen den VfL Bochum entgegen.
Damit kommt es endlich zur geplanten
Benefizpartie für den SCW.
Der Fußball-Bundesliga-Absteiger hatte dem
SCW seine Zusage schon vor Monaten gegeben,
als der SC Westfalia aufgrund seiner
Finanznot beim VfL um Hilfe bat. „Dem
Wunsch, ein Benifizspiel auszutragen, sind
wir gerne entgegen gekommen“, erklärt
Bochums Pressesprecher Jens Fricke. Der
Grund dafür liegt eindeutig auf der Hand.
Noch heute erinnern sie sich beim VfL Bochum
gerne an die Zeit zurück, als das Stadion am
Schloss Strünkede im Bundesliga-Endspurt im
Frühjahr 1976 der Heimspielort für die Jungs
von der Castroper Straße aus Bochum war. Das
Ruhrstadion ist damals umgebaut worden. Und
in der ehrwürdigen Fußball-Schüssel am
Westring haben die Bochumer damals den
Klassenerhalt perfekt machen können. Seit
dieser Zeit greift der VfL auf ein großes
Fanpotential aus Herne zurück. „Deshalb war
es für uns auch selbstverständlich, gegen
den SCW zu spielen, als der Hilfruf kam“,
erklärt Fricke.
Eine Zusage, die auch Westfalia-Trainer
Klaus Täuber freut: „Einen Termin in der
Vorbereitung zu finden, ist für einen
Bundesligaverein, egal ob erste oder zweite
Liga, immer schwierig. Ein feiner Zug.
Herzlichen Dank an den VfL Bochum und an
Manager Thomas Ernst.“
Für den Bundesliga-Absteiger ist die Partie
heute Abend beim SCW praktisch das erste
Testspiel vor der eigenen Haustür. Bis zum
vergangenen Samstag ist die Mannschaft von
Trainer Friedhelm Funkel im Trainingslager
in Greetsiel gewesen. Dabei hat der VfL drei
Tests absolviert, die der Zweitligist
gewonnen hat -- unter anderem auch gegen
eine iranische Nationamannschaft, die am
vergangenen Donnerstag bei der Westfalia zu
Gast waren.
Und nun kommen die Bochumer zum SCW. Die
Fußballfans dürfen sich dabei fast auf den
kompletten Profikader freuen. Slawo Freier,
Philipp Bönig oder Christoph Dabrowski
werden auflaufen. Die Teilnehmer bei der
Fußball-Weltmeisterschaft werden dagegen
fehlen, erklärt Bochums Pressesprecher Jens
Fricke. Dazu zählt auch VfL-Neuzugang Jong
Tae-Se. Nach seinem Auftritt mit der
nordkoreanischen Nationalelf bei der WM ist
er erst gestern ins Mannschaftstraining
eingestiegen.
Westfalia-Trainer Klaus Täuber ist es
dagegen egal, ob beim VfL die WM-Spieler des
VfL mit dabei sind oder nicht. „Die Bochumer
haben trotzdem einen guten Kader, und für
meine Jungs ist das eine große
Herausforderung, gegen die Profis zu
spielen.“ Deshalb wird er auch heute Abend
jeden Spieler zum Einsatz kommen lassen,
auch die jungen wie Samed Sazoglu oder Fatih
Gürpinar. „Eventuell kommen sogar die
bislang verletzten Mirko Urban und Julian
Alasan für einen Kurzeinsatz in Frage“, so
Täuber.
Und für das Spiel selbst hat der Ex-Profi
nur zwei Wünsche: „Eine tolle Kulisse, 1000
Zuschauer wäre super, und nach 20 Minuten
bloß nicht mit 0:3 oder 0:4 zurückliegen.“
von Mathias Gerth
Quelle:
WAZ
Herne