PRESSE

Viel Sand im Getriebe
 

26.07.10

Im fünften Spiel binnen zwölf Tagen kam Westfalia Herne beim Bochumer Bezirksligisten nicht über ein mageres Unentschieden hinaus. Nur in ganz wenigen Situationen war im Stadion Zur Burkuhle zu erahnen, dass hier ein NRW-Ligist zu Werke ging.

„Das war ganz viel Stückwerk“, konnte auch Klaus Täuber dem Gestümpere wenig Positives abgewinnen. Immerhin war der SCW-Coach nach den langweiligen 90 Minuten deutlich schlauer. „Ich habe einiges ausprobiert, und nichts davon schreit nach einer Wiederholung.“ So wird es wohl auch keinen weiteren Einsatz von Djuvily Beauvogui im SCW-Trikot geben, der als Gastspieler nie den Eindruck machte, als könne er die Herner Offensive beflügeln. Allerdings war es in einer desolaten Mannschaft auch schwer, irgendwie positiv aufzufallen.


Beim SCW lief nicht viel zusammen. Hier bringt Sebastian Freyni den Ball in den Strafraum.               Foto: InfoSchlumpf

Die Probleme begannen schon in der Abwehr, wo selbst ein Nils Eisen mehrfach patzte, Ohne den Kapitän ging es in der letzten halben Stunde in der Viererkette allerdings drunter und drüber, so dass der SCW am Ende mit dem 1:1 noch gut bedient war.

In der ersten halben Stunde hatten die Herner wenigstens optisch Vorteile, bauten ihre Angriffe aber viel zu umständlich auf und kamen kaum einmal zum Abschluss. Die Führung resultierte aus einer feinen Einzelleistung von Sven Jubt, der einen weiten Asensu-Einwurf mit der Brust annahm und den herunter tropfenden Ball aus der Drehung trocken versenkte. Noch vor der Pause hatte Vorwärts drei gute Ausgleichschancen, scheiterte aber an eigenem Unvermögen und einem guten Pascal Kurz.

Dessen Nachfolger Thimo Mallon führte sich mit einer schönen Parade ein, ließ aber später einen haltbaren Schuss zum verdienten Kornharpener Ausgleich durchrutschen. Er war nicht der einzige Herner, der einen Fehler machte. „Besser jetzt als in der Meisterschaft“, hakte der 19-Jährige sein Missgeschick schnell ab.

SV Vorwärts Kornharpen - SC Westfalia Herne 1:1 (0:1)

von Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne

 

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