Im fünften Spiel binnen zwölf Tagen kam
Westfalia Herne beim Bochumer
Bezirksligisten nicht über ein mageres
Unentschieden hinaus. Nur in ganz wenigen
Situationen war im Stadion Zur Burkuhle zu
erahnen, dass hier ein NRW-Ligist zu Werke
ging.
„Das war ganz viel Stückwerk“, konnte auch
Klaus Täuber dem Gestümpere wenig Positives
abgewinnen. Immerhin war der SCW-Coach nach
den langweiligen 90 Minuten deutlich
schlauer. „Ich habe einiges ausprobiert, und
nichts davon schreit nach einer
Wiederholung.“ So wird es wohl auch keinen
weiteren Einsatz von Djuvily Beauvogui im
SCW-Trikot geben, der als Gastspieler nie
den Eindruck machte, als könne er die Herner
Offensive beflügeln. Allerdings war es in
einer desolaten Mannschaft auch schwer,
irgendwie positiv aufzufallen.

Beim SCW lief nicht viel zusammen. Hier
bringt Sebastian Freyni den Ball in den
Strafraum.
Foto: InfoSchlumpf
Die Probleme begannen schon in der Abwehr,
wo selbst ein Nils Eisen mehrfach patzte,
Ohne den Kapitän ging es in der letzten
halben Stunde in der Viererkette allerdings
drunter und drüber, so dass der SCW am Ende
mit dem 1:1 noch gut bedient war.
In der ersten halben Stunde hatten die
Herner wenigstens optisch Vorteile, bauten
ihre Angriffe aber viel zu umständlich auf
und kamen kaum einmal zum Abschluss. Die
Führung resultierte aus einer feinen
Einzelleistung von Sven Jubt, der einen
weiten Asensu-Einwurf mit der Brust annahm
und den herunter tropfenden Ball aus der
Drehung trocken versenkte. Noch vor der
Pause hatte Vorwärts drei gute
Ausgleichschancen, scheiterte aber an
eigenem Unvermögen und einem guten Pascal
Kurz.
Dessen Nachfolger Thimo Mallon führte sich
mit einer schönen Parade ein, ließ aber
später einen haltbaren Schuss zum verdienten
Kornharpener Ausgleich durchrutschen. Er war
nicht der einzige Herner, der einen Fehler
machte. „Besser jetzt als in der
Meisterschaft“, hakte der 19-Jährige sein
Missgeschick schnell ab.
SV Vorwärts Kornharpen - SC Westfalia Herne
1:1 (0:1)
von Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne