Darüber, dass der zwei Klassen höhere SC Westfalia die Partie verdient gewonnen hatte, gab es nach dem Schlusspfiff keine zwei Meinungen. Sodingens Coach Rolf Lambertz hatte keine Probleme damit, die Überlegenheit des Lokalrivalens anzuerkennnen: „Die einzelnen Spieler des SCW haben natürlich eine höhere Qualität, auch das Zusammenspiel funktionierte bei der Westfalia besser.“

Wieder für den SCW am Ball: Rene Lewejohann
beim Aufwärmen. Rechts Co-Trainer Sascha
Wolf.
Foto: InfoSchlumpf
Dass sich der Gastgeber des Kirmes-Cup
zumindest vom Ergebnis her achtbar aus der
Affäre zog, hatte er Schlussmann David Menke
zu verdanken. Der hielt, was zu halten war,
und verhinderte eine deutlichere Niederlage
des Landesligisten. Westfalias Coach Klaus
Täuber war letztlich vor allem mit der
Chancenverwertung seiner Spieler nicht
zufrieden. „Sechs, sieben Tore hätten es
eigentlich sein müssen. Daran müssen wir
noch arbeiten.“
Das gilt auch für Rene Lewejohann, der
bereits für gestern Abend seine
Spielberechtigung erhalten hatte und nach
zwölf Minuten das erste Mal an Menke
scheiterte, der den Kopfball des
Westfalia-Neuzugungs an die Latte lenkte und
dann unter Kontrolle brachte.
Für das 1:0 des NRW-Ligisten sorgte in der
34. Minute Fatih Gürpinar, ehe Lewejohann
erneut das Glück fehlte: Seinen Schuss (38.)
wehrte Matthias Hegemann auf der Linie ab.
Im zweiten Durchgang verhinderte Menke mit
tollen Reflexen gegen Lewejohann (68.) und
Sebastian Freyni (70. und 86.) weitere Tore
des SCW. Machtlos war der SVS-Keeper
allerdings in der 83. Minute, als eine
Freistoß-Flanke von Tino Westphal im langen
Eck einschlug. Am Ende wurde es noch unnötig
hektisch. Zwei Minuten vor Schluss sah
Sodingens Mesut Korkut die Ampelkarte, für
den Spielausgang war das nicht mehr
entscheidend.
SV Sodingen - SC Westfalia Herne 0:2 (0:1)
von Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne