PRESSE

Munteres Herner Derby
 

02.08.10

Im Testspiel vor zweieinhalb Wochen hatte sich der SCW gegen die Fortuna noch mit 5:1 durchgesetzt. Gestern bot der Landesligaaufsteiger dem zwei Klassen höheren NRW-Ligisten deutlich mehr Widerstand, am verdienten Sieg der Westfalia gab es aber nichts zu deuteln.

Die Strünkeder übernahmen im Sodinger Glückaufstadion gleich das Kommando und lagen bereits nach fünf Minuten mit 2:0 vorne. Neuzugang René Lewejohann hatte aus 16 Metern flach abgezogen, bereits im nächsten Angriff legte Tim Kilian nach. Und hätte Cüneyet Dursun wenig später (9.) nicht Lewejohanns zweiten Versuch noch soeben von der Linie gekratzt, wäre die Moral der Fortuna wohl früh dahin gewesen.



So aber erholten sich die Schützlinge von Ede Demps aber wieder und hätten durch Kleinert (13.) und Oruc (39.) schon den Anschluss erzielen können, der dann Ibno-Salah Abdelhak (43.) gelang. Aber auch die Westfalia hatte zwischendurch weitere Möglichkeiten. Die beste davon vereitelte Saim Aydin, als er Fysel Khmiris Schuss über die Latte boxte (43.).

Im zweiten Durchgang plätscherte die Partie zunächst vor sich hin, ehe Ludwig Asenso mit einem harten 28-Meter-Schuss Aydin erneut prüfte. Die Vorentscheidung besorgte schließlich SCW-Kapitän Nils Eisen nach einem Foul von Erkan Güzel an Selcuk Dede per Elfmeter in der 66. Minute.

Fortuna Herne wollte noch einmal reagieren und fing sich prompt einen Konter durch Tino Westphal ein (74.). Nachdem Anil Yilmaz auf 2:4 (77.) verkürzt hatte, war die Luft bei beiden Mannschaften raus.

Fortuna-Coach Ede Demps hätte sich gerne ein noch knapperes Ergebnis gewünscht: „Aber der Knackpunkt war der Elfmeter zum 1:3. Und den hätte es gar nicht geben dürfen, weil zuvor bei einem Gegner klar die Hand im Spiel war. Am verdienten Sieg der Westfalia gibt es trotzdem nichts zu rütteln. Aber auch wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht und ein achtbares Ergebnis erzielt.“

Klaus Täuber, der kurzfristig mit Krug, Bastürk und Mikic drei weitere Ausfälle zu beklagen hatte, sah mit dem Einzug ins Halbfinales zumindest die Pflichtaufgabe erfüllt: „Die ersten 20 Minuten waren sehr gut, dann haben wir unterbewusst zurückgeschaltet.“

SV Fortuna Herne - SC Westfalia Herne 2:4 (1:2)

von Uwe Ross

Quelle: WAZ Herne

Fotoalbum von InfoSchlumpf
 

 

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