PRESSE

Eine Hand am Pott
 

06.08.10

Dreimal, mit Schalkes Amateuren, SW Essen und dem VfB Hüls, hat Klaus Täuber schon am Cranger-Kirmes-Cup teilgenommen. Den Siegerpokal hat der Ex-Profi aber noch nie geholt. Jetzt bietet sich ihm die vierte Chance. Nach dem nie gefährdeten Sieg über Hordel trifft Täuber mit dem SCW am Samstag (18 Uhr) im Finale auf die SG Wattenscheid 09. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass der Pokal in Herne bleiben muss. Da die drei anderen heimischen Vereine schon draußen sind, müssen wir das jetzt wohl machen“, schmunzelte Täuber gestern Abend nach dem Schlusspfiff.

Der SCW-Coach konnte erstmals auf Mirko Urban zurückgreifen, und der agile Mittelfeldmann erwies sich nach seiner langen Verletzungspause gleich als belebendes Element im Spiel der Strünkeder. Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die Herner das Kommando, und Urban bereitete nach acht Minuten die erste Großchancen vor. Nach seiner Hereingabe und der Verlängerung von Rene Lewejohann gelang Sven Jubt aber das „Kunststück“, seinen Kopfball aus nächster Distanz an die Latte und den Abpraller an den Pfosten zu setzen. Die Westfalia blieb am Drücker und hatte durch Jubt (11.), Urban (14.) und Westphal (32.) weitere gute Möglichkeiten.


Es brennt im Hordeler Strafraum. Hier sorgt Renè Lewejohann (Nr. 18) für Gefahr.                                     Foto: InfoSchlumpf

Die nutzte der NRW-Ligist aber erst im zweiten Durchgang, und dann ging es auch recht schnell. Hatte Sebastian Krug (48.) noch aus abseitsverdächtiger Position getroffen, war das 2:0 (54.) ein echter Leckerbissen. Im Anstoßkreis nahm Tino Westphal den Ball auf, umkurvte zwei Gegenspieler, überlupfte einen dritten und schloss dann volley ab. „So ein tolles Ding habe ich lange nicht gesehen“, lobte auch Klaus Täuber. Nachdem Lewejohann nach einer Ecke von Michael Erzen nur wenig später zum 3:0 eingeköpft hatte, war die Partie entschieden.

Hordel steckte aber nicht auf und zeigte eine tolle Moral. Belohnt wurde der Westfalenliganeuling in der 65. Minute durch Mirko Krügers Anschlusstreffer. Danach hätte der SCW das Ergebnis aber noch höher schrauben können. Klaus Täuber war aber auch mit dem 3:1 zufrieden: „Wir haben sehr engagiert gespielt und Geduld bewiesen. Meine Mannschaft hat ein anderes Gesicht gezeigt als zuletzt gegen Wattenscheid.“

SC Westfalia Herne - DJK TuS Hordel 3:1

von Uwe Ross

Quelle: WAZ Herne

Fotoalbum von InfoSchlumpf
 

 

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