Dreimal, mit Schalkes Amateuren, SW Essen
und dem VfB Hüls, hat Klaus Täuber schon am
Cranger-Kirmes-Cup teilgenommen. Den
Siegerpokal hat der Ex-Profi aber noch nie
geholt. Jetzt bietet sich ihm die vierte
Chance. Nach dem nie gefährdeten Sieg über
Hordel trifft Täuber mit dem SCW am Samstag
(18 Uhr) im Finale auf die SG Wattenscheid
09. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass der
Pokal in Herne bleiben muss. Da die drei
anderen heimischen Vereine schon draußen
sind, müssen wir das jetzt wohl machen“,
schmunzelte Täuber gestern Abend nach dem
Schlusspfiff.
Der SCW-Coach konnte erstmals auf Mirko
Urban zurückgreifen, und der agile
Mittelfeldmann erwies sich nach seiner
langen Verletzungspause gleich als
belebendes Element im Spiel der Strünkeder.
Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die
Herner das Kommando, und Urban bereitete
nach acht Minuten die erste Großchancen vor.
Nach seiner Hereingabe und der Verlängerung
von Rene Lewejohann gelang Sven Jubt aber
das „Kunststück“, seinen Kopfball aus
nächster Distanz an die Latte und den
Abpraller an den Pfosten zu setzen. Die
Westfalia blieb am Drücker und hatte durch
Jubt (11.), Urban (14.) und Westphal (32.)
weitere gute Möglichkeiten.

Es brennt im Hordeler Strafraum. Hier sorgt
Renè Lewejohann (Nr. 18) für Gefahr.
Foto: InfoSchlumpf
Die nutzte der NRW-Ligist aber erst im
zweiten Durchgang, und dann ging es auch
recht schnell. Hatte Sebastian Krug (48.)
noch aus abseitsverdächtiger Position
getroffen, war das 2:0 (54.) ein echter
Leckerbissen. Im Anstoßkreis nahm Tino
Westphal den Ball auf, umkurvte zwei
Gegenspieler, überlupfte einen dritten und
schloss dann volley ab. „So ein tolles Ding
habe ich lange nicht gesehen“, lobte auch
Klaus Täuber. Nachdem Lewejohann nach einer
Ecke von Michael Erzen nur wenig später zum
3:0 eingeköpft hatte, war die Partie
entschieden.
Hordel steckte aber nicht auf und zeigte
eine tolle Moral. Belohnt wurde der
Westfalenliganeuling in der 65. Minute durch
Mirko Krügers Anschlusstreffer. Danach hätte
der SCW das Ergebnis aber noch höher
schrauben können. Klaus Täuber war aber auch
mit dem 3:1 zufrieden: „Wir haben sehr
engagiert gespielt und Geduld bewiesen.
Meine Mannschaft hat ein anderes Gesicht
gezeigt als zuletzt gegen Wattenscheid.“
SC Westfalia Herne - DJK TuS Hordel 3:1
von Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne