PRESSE

Westfalia holt den Pott
 

09.08.10

Revanche gelungen, vier Mille im Sack, der Trainer zufrieden. „Diesmal hatten wir alles im Griff“, schmunzelte Klaus Täuber nach dem Finalsieg des SC Westfalia. „Wenn man keine Torchance zulässt und sich selbst sechs, sieben hochkarätige erspielt, gibt es nichts zu meckern.“ Einzig die Tatsache, dass seine Elf sehr fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umging und nach dem überfälligen 2:0 leichtsinnig noch einmal den Turniersieg aufs Spiel setzte, konnte Täuber bemängeln. „Sonst hat mir meine Mannschaft gut gefallen. Es gibt keine einzige Position, die ich kritisieren kann.“


Gewinner des Cranger-Kirmes-Cups 2010: SC Westfalia 04 Herne                                                                        Foto: Cib

Wohl aber einen Spieler, den er hervorheben wolle. „Der große Gewinner der Vorbereitung ist Samed Sazoglu. Der Junge hat auch heute richtig Spaß gemacht“, freute sich Täuber über einen weiteren beherzten Auftritt des giftigen Mittelfeldspielers. Als Belohnung nahm er Sazoglu in vorletzter Minute vom Feld, so dass der 19-Jährige im Sonderbeifall baden konnte.

Anders als noch beim 0:1 in der Vorrunde, war der SCW der Lohrheide-Elf im Endspiel klar überlegen. Obwohl extrem offensiv ausgerichtet, ließ Westfalia kaum gefährliche Aktionen zu. Ob Michael Er­zen, der wegen erneuter Oberschenkelprobleme früh ausgewechselte Mirko Urban, Erdal Bastürk oder auch die beiden Spitzen – alle Herner arbeiteten gut nach hinten, so dass die Mannschaft immer kompakt stand und wenig Räume ließ.
 

Auch im Spiel nach vorne setzte der SCW einige Akzente. Den ersten nach acht Minuten, als Erzen einen Diagonalball des starken Tino Westphal volley nahm, Torwart Euler aber zur Ecke abwehrte. Wenig später war Euler aber machtlos. Sven Jubt setzte sich im Sechzehner durch und traf ins kurze Eck. Noch vor der Pause hätte der SCW durch Ludwig Asenso (26.) und Jubt (45.) nachlegen können, während sich auf der anderen Seite Pascal Kurz nur bei einem Erdmann-Freistoß (15.) einmal lang machen musste.

Auch nach Wiederbeginn blieb der SCW am Drücker, vergab durch Bastürk, Selcuk Dede und den agilen René Lewejohann aber beste Möglichkeiten, ehe Faysel Khmiri im Anschluss an eine Ecke das erlösende 2:0 markierte. Alles schien gelaufen, niemand zweifelte mehr am vierten Kirmes-Cup-Triumph des SCW.

SCW-Kapitän Nils Eisen mit dem Cup, überreicht durch Bürgermeisterin Tina Jelveh.  Foto: Cib

Doch dann sorgte ausgerechnet Khmiri wieder für Spannung, als er Westphals zu laschen Pass vom Fuß springen ließ. Timo Erdmann roch den Braten, Pascal Kurz konnte den Schlenzer nur noch an die Latte lenken, und Güleryüz staubte zum 2:1 ab.

Nun witterte Wattenscheid wieder die Chance, zum dritten Mal in Folge das Finale gegen den SCW zu gewinnen und sich selbst den sechsten Turniersieg zu sichern. 09-Trainer André Pawlak stellte auf Dreierkette um, aus der nach der Ampelkarte gegen El-Lahib noch ein weiteres Glied herausbrach. So hatte Westfalia keine Mühe, die Schlussattacken zu überstehen, und kann sich heute beim Vereinsabend auf der Kirmes den 4000-Euro-Scheck abholen.


SC Westfalia Herne - SG Wattenscheid 09 2:1 (1:0)


von Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne
 

 

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