Revanche gelungen, vier Mille im Sack, der Trainer zufrieden. „Diesmal hatten wir alles im Griff“, schmunzelte Klaus Täuber nach dem Finalsieg des SC Westfalia. „Wenn man keine Torchance zulässt und sich selbst sechs, sieben hochkarätige erspielt, gibt es nichts zu meckern.“ Einzig die Tatsache, dass seine Elf sehr fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umging und nach dem überfälligen 2:0 leichtsinnig noch einmal den Turniersieg aufs Spiel setzte, konnte Täuber bemängeln. „Sonst hat mir meine Mannschaft gut gefallen. Es gibt keine einzige Position, die ich kritisieren kann.“

Gewinner des Cranger-Kirmes-Cups 2010: SC
Westfalia 04 Herne
Foto: Cib
Wohl aber einen Spieler, den er hervorheben
wolle. „Der große Gewinner der Vorbereitung
ist Samed Sazoglu. Der Junge hat auch heute
richtig Spaß gemacht“, freute sich Täuber
über einen weiteren beherzten Auftritt des
giftigen Mittelfeldspielers. Als Belohnung
nahm er Sazoglu in vorletzter Minute vom
Feld, so dass der 19-Jährige im
Sonderbeifall baden konnte.
Anders als noch beim 0:1 in der Vorrunde,
war der SCW der Lohrheide-Elf im Endspiel
klar überlegen. Obwohl extrem offensiv
ausgerichtet, ließ Westfalia kaum
gefährliche Aktionen zu. Ob Michael Erzen,
der wegen erneuter Oberschenkelprobleme früh
ausgewechselte Mirko Urban, Erdal Bastürk
oder auch die beiden Spitzen – alle Herner
arbeiteten gut nach hinten, so dass die
Mannschaft immer kompakt stand und wenig
Räume ließ.
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Auch im Spiel nach vorne setzte der
SCW einige Akzente. Den ersten nach
acht Minuten, als Erzen einen
Diagonalball des starken Tino
Westphal volley nahm, Torwart Euler
aber zur Ecke abwehrte. Wenig später
war Euler aber machtlos. Sven Jubt
setzte sich im Sechzehner durch und
traf ins kurze Eck. Noch vor der
Pause hätte der SCW durch Ludwig
Asenso (26.) und Jubt (45.)
nachlegen können, während sich auf
der anderen Seite Pascal Kurz nur
bei einem Erdmann-Freistoß (15.)
einmal lang machen musste. |
| SCW-Kapitän Nils Eisen mit dem Cup, überreicht durch Bürgermeisterin Tina Jelveh. Foto: Cib |
Doch dann sorgte ausgerechnet Khmiri wieder für Spannung, als er Westphals zu laschen Pass vom Fuß springen ließ. Timo Erdmann roch den Braten, Pascal Kurz konnte den Schlenzer nur noch an die Latte lenken, und Güleryüz staubte zum 2:1 ab.
Nun witterte Wattenscheid wieder die Chance,
zum dritten Mal in Folge das Finale gegen
den SCW zu gewinnen und sich selbst den
sechsten Turniersieg zu sichern. 09-Trainer
André Pawlak stellte auf Dreierkette um, aus
der nach der Ampelkarte gegen El-Lahib noch
ein weiteres Glied herausbrach. So hatte
Westfalia keine Mühe, die Schlussattacken zu
überstehen, und kann sich heute beim
Vereinsabend auf der Kirmes den
4000-Euro-Scheck abholen.
SC Westfalia Herne - SG Wattenscheid 09 2:1
(1:0)
von Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne
