„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“:
Mit Ballsport hatte Hermann Hesse gewiss
nichts im Sinn, als er diese Zeilen schrieb.
Und doch fühlen es viele Fußballfreunde,
dieses besondere Prickeln, wenn es wieder
bei Null los geht. So ist es auch vor dem
morgigen ersten Spieltag in der NRW-Liga.
Ganz besonders in Herne, wo sich neuer und
alter SC Westfalia begegnen, letzterer unter
dem Namen SSVg. Velbert (15 Uhr, Schloss
Strünkede).
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Ob auch Frank Schulz, sein Co-Trainer Horst Albert und acht frühere Herner Kicker einen besonderen Zauber spüren, wenn sie erstmals die Gästekabine betreten, oder ob ihnen angesichts der Wiederkehr an ihre alte Wirkungsstätte eher etwas flau wird in der Magengegend, wer weiß das schon? Er sei jetzt ganz Velberter, identifiziere sich zu hundert Prozent mit der SSVg, so hat es der langjährige SCW-Trainer ganz unsentimental der örtlichen Presse gesagt. Auch sein Nachfolger beim SCW nimmt die aus Sicht vieler Fans extrem brisante Begegnung cool und profihaft hin. „Geld regiert die Welt und auch den Fußball. In der Bundesliga wie in der Oberliga. Wer mehr zahlt, bekommt die besseren Spieler“, lässt Klaus Täuber moralische Kategorien außen vor. Eine besondere Brisanz sehe auch das Gros seiner Mannschaft in diesem Spiel nicht. „Wichtig ist nur, dass wir die weghauen. Egal wie“, ist Täuber auf drei Punkte aus. Und auf nichts anderes. |
| Optimistisch: SCW-Trainer Klaus Täuber Foto: Cib |
Den ersten Dreier einzufahren, dürfte
allerdings ziemlich schwierig werden. „Wenn
acht oder neun Spieler ihre Leistungsgrenze
erreichen, haben wir eine gute Chance“,
meint Täuber. Den schwachen Auftritt in
Hordel hat er abgehakt. „Wenn man nur 13, 14
gesunde Spieler hat, sind fünf Spiele in
neun Tagen einfach zu viel. Die Jungs waren
platt“, war sein Eindruck. „Wir müssen
wieder so kompromisslos und konsequent
spielen wie in den beiden letzten Partien
des Kirmes-Cups. Warum sollen wir dann nicht
gewinnen?“
Personelle Alternativen sind rar. Mirko
Urbans Einsatz ist eher unwahrscheinlich,
Faysel Khmiri ist gesperrt, Julian Alasan
und Frederick Donkor noch verletzt, Selcuk
Dede hat die ganze Woche nicht trainieren
können. Zu allem Überfluss musste am
Donnerstag auch Tino Westphal wegen eines
Infekts passen.
Solche Probleme hat Frank Schulz nicht. Nur
Ercan Kacar fällt aus. Von den übrigen
sieben Ex-Hernern werden mindestens sechs in
der Anfangsformation erwartet.
von Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne
