PRESSE

Es kann nur eine geben
 

28.08.10

Es kann nur eine geben. Nur eine Westfalia. Das wird man auch in Hamm wissen, wo der SV Westfalia Rhynern zuhause ist. Am Ruf des SC Westfalia wird der SV Westfalia kaum jemals stinken können. Die Punkte aber würde der SVW dem SCW schon gern ab­spen­stig machen, wenn er zum dritten Spieltag der NRW-Liga am morgigen Sonntag um 15 Uhr am Schloss Strünkede aufkreuzt. Übrigens mit einem alten Bekannten: Arben Tahiri, in der vorletzten Saison noch Kapitän in Herne, hat im Sommer beim Meister der Westfalenliga 1 angeheuert und sich dort einen Stammplatz im Mittelfeld erkämpft.

Tahiri ist beileibe nicht der einzige Bekannte in einem Team von Namenlosen. Im Ge­­genteil. Trainer Michael Lusch, einst Profi bei Borussia Dortmund, hat eine gute Mischung hungriger Talente und gestandener Leistungsträger in seinem Kader. Angefangen von Torhüter Dennis Wegner, vor Jahren mal beim SV Sodingen aktiv, über Abwehrchef Erdal Kaleoglu, Flügelflitzer Alexander Schiller oder den von den Schalker Amateuren zurückgekehrten Torjäger Björn Traufetter ziehen sich Korsettstangen durch jeden Mannschaftsteil. Es gibt keinerlei Anlass, den Emporkömmling vom hohen Ross her zu betrachten.

Das weiß auch Hernes Trainer Klaus Täuber, der den Gästen hohe Qualität zuspricht. Der sich aber vor allem überrascht zeigt ob der Entwicklung der eigenen Mannschaft. „So gut hätte ich uns zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet“, gibt er offen zu. „Man darf nicht vergessen, dass Tino Westphal, Michael Erzen, Erdal Bastürk oder René Lewejohann bei ihren alten Klubs zuletzt kaum oder gar nicht gespielt haben. Es ist schon klasse, wie gut sich unser neues Team gefunden hat.“

Dass schon sechs Punkte aus zwei Spielen auf dem Konto stehen, empfindet Täuber als prima Basis. Noch wichtiger aber ist für ihn etwas anderes. „Die Truppe funktioniert, es macht wieder richtig Spaß“, sagt der „Boxer“, und mag gar nicht mehr an die Endphase der letzten Saison erinnert werden. „Furchtbar war das in den letzten acht Wochen.“

Vorbei. Was zählt, ist die Zukunft. Und über die macht sich Täuber nicht allzu viele Gedanken. „Eines ist klar. Das wird ein richtungsweisendes Spiel“, wartet auch er gespannt auf den Anpfiff. Da er mit einem defensiv eingestellten Gast rechnet, wird er seine Erfolgself kaum ändern. Neuzugang Dennis Pachutzki sitzt erstmal auf der Bank.

von Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne
 

 

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