Bisher ist der SC Westfalia Herne in dieser
Saison auswärts noch ungeschlagen. Das soll
auch am Sonntag so bleiben. Aber Trainer
Klaus Täuber ist sich bewusst, dass die
Trauben bei den Sportfreunden Siegen (15
Uhr) wesentlich höher hängen als bei den
zuvor bewältigten Aufgaben.
„Unsere Siege in Schermbeck, Erkenschwick
und Bergisch Gladbach haben wir bei Gegnern
geholt, die eher unten in der Tabelle
stehen“, schätzt Täuber die bisherige
Auswärtsausbeute realistisch ein. „Es ist
schon interessant zu sehen, was wir gegen
eine Mannschaft aus der oberen Hälfte
leisten können. Und Siegen zählt für mich
klar zu den Topteams der Liga“, so der
Westfalia-Coach.
Vor allem im heimischen Leimbachstadion sind
die Sportfreunde eine Macht, haben dort zehn
ihrer 14 Punkte geholt. Lediglich dem FC
Wegberg-Beeck gelang es, sich in Siegen ein
Unentschieden zu erkämpfen.
Auch wenn Täuber von einer harten Aufgabe
und einer echten Herausforderung für sein
Team spricht, rechnet sich der Ex-Profi
durchaus Chancen aus. „Ich konnte Siegen
beim 1:1 in Hüls beobachten. Da ließ die
Mannschaft auch beste Tormöglichkeiten aus.
Im Abschluss klappt das bei denen noch nicht
richtig“, erkannte Täuber. Das belegt auch
ein Blick in die Tabelle: Neun Tore in neun
Spielen haben die Sportfreunde erzielt. Nur
die beiden Schlusslichter Erkenschwick und
Bergisch Gladbach haben noch weniger
getroffen. „Das heißt aber nichts. Leute wie
Emrah Uzun sind immer gefährlich“, warnt
Täuber, ohne aber seinen Optimismus zu
verlieren: „Wir haben nichts zu verlieren
und fahren da mit einem guten Gefühl hin.“
Personell wird sich die Situation beim SC
Westfalia bis zum Sonntag nicht großartig
verbessern. Tim Kilian, der sich einen Zeh
gebrochen hat, wird erst in der kommenden
Woche wieder ins Lauftraining einsteigen.
Dann soll auch Julian Alasan wieder mit der
Mannschaft trainieren. Mit Frederik Donkor
und Denis Pachutzki rechnet Klaus Täuber
frühestens in zehn bis 14 Tagen. Und an
einen Einsatz von Goran Mikic ist noch lange
nicht zu denken. Alternativen gibt es aber,
wie das Pokalspiel gezeigt hat.
von Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne