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SCW dreht nach der Pause auf
 

11.07.11

Der Ball rollt wieder. Großartige Rückschlüsse auf das Leistungsvermögen ihrer neuen Mannschaften konnten beide Trainer aus diesen 90 Minuten zwar nicht ziehen, unter dem Strich aber durften sowohl Jörg Tottmann, der eine Woche lang den urlaubenden SCW-Trainer Uli Reimann vertritt, als auch Fortunen-Coach „Ede“ Demps recht zufrieden sein. Alle Spieler haben sich gut bewegt, keiner hat sich gravierend verletzt – das Testspiel hat seinen Zweck erfüllt.


SCW-Kapitän Tino Westphal verwandelt einer Elfmeter zum 2:1.                                                           Foto: InfoSchlumpf

Die erste Hälfte verlief allerdings noch gar nicht nach Tottmanns Geschmack. „Wir wollten den Gegner unter Druck setzen, nach Balleroberung schnell umschalten und so die Räume nutzen. Davon war allerdings gar nichts zu sehen“, kritisierte der Co-Trainer. „Die zweite Halbzeit war dann schon deutlich besser, aber noch nicht richtig gut.“

Eher positiv überrascht war Ede Demps von seinen Jungs. „Wir haben erst zweimal trainiert. Dafür war das in der ersten Halbzeit schon stark“, lobte er seine Fortunen. „Durch die vielen Wechsel kam dann später natürlich ein Bruch ins Spiel.“ In der Tat war bis zur Pause kein Klassenunterschied zu erkennen. Der NRW-Ligist hatte öfter den Ball, konnte mit ihm aber herzlich wenig anfangen. Statt die Fortunen-Abwehr über die Flügel aufzureißen, drängte die Westfalia zu früh nach innen und spielte die Bälle schon aus dem Halbfeld in die Spitze, wo Sven Gehrmann als einzige Anspielstation überfordert war. Wie man es besser macht, zeigte der Landesligist schon in Minute sieben, als Rick Golicki, von der SCW-Reserve an die Nordstraße gewechselt, einen perfekt getimten Pass auf Gürol Can spielte, der sich gegen Maik Liedtke behauptete und den weit vor seinem Kasten stehenden Pascal Kurz mit einem Heber überwand.


Ersan Kusakci (Nr. 10) setzt den Schlusspunkt zum 4:1.                                                                           Foto: InfoSchlumpf

Nach der Pause spielte der SCW zwingender nach vorne. Der Lohn stellte sich schnell ein, als Gehrmann nach Doppelpass mit Aldin Kljajic aus spitzem Winkel ausglich. Danach taute SCW-Regisseur Tino Westphal richtig auf. Hatte er sich zuvor in vielen Zweikämpfen verzettelt, nahm er nun das Heft in die Hand und bewies bei mehreren Soli seine Klasse. Das 2:1 erzielte er vom Elfmeterpunkt aus selbst, das 3:1 durch Jacobs bereitete er mit einem tollen Dribbling vor, und auch die Kombination zum 4:1 durch Ersan Kusakci hatte bei Westphal ihren Ausgangspunkt.


von Wolfgang Volmer

SC Westfalia 04 Herne - SV Fortuna Herne 4:1 (0:1)

SCW: Kurz (46. Mallon), Ayaz (46. Stöhr), Kraska, Liedtke, Sagmak (46. Kljajic) - Tottmann - Sazoglu (71. Kaplan), Westphal, Stevanovic (46. Skramparas) - Biehs (33. Kusakci), Gehrmann (59. Jacobs).

Quelle: WAZ Herne

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