PRESSE

Favoritenschreck außer Dienst
 

12.11.11

„U23 reist zum Favoritenschreck“ – so ist die Meldung auf der Homepage des DSC Arminia Bielefeld überschrieben, mit der auf das NRW-Ligaspiel der Jung-Arminen am Schloss Strünkede (So., 14.30 Uhr) hingewiesen wird. Mit „Favoritenschreck“ ist der SC Westfalia Herne gemeint. Dessen Trainer Uli Reimann kann sich wohl noch an das schöne Gefühl erinnern, das ihn nach der 1:0-Sensation gegen Viktoria Köln erfüllte, überlagert aber wird es längst von negativen Emotionen. „So derbe Niederlagen wie das 0:5 in Duisburg belasten einen schon“, blickt er auf eine weniger amüsante Woche zurück.

Und weil Reimann dem Realismus zugetan ist, fürchtet er, dass auch die kommende Woche keine gute sein wird. „Nach so einer Katastrophe wie in Duisburg kann ich schlecht sagen, dass ich mir gegen Bielefeld etwas erhoffe“, sieht er seine Westfalia in der Rolle des krassen Außenseiters. „Es wird ähnlich sein wie in Aachen oder in Duisburg. Auch für die jungen Bielefelder ist Fußball alles. Die sind schnell, technisch gut ausgebildet und als Mannschaft kompakt“, vermutet der SCW-Coach. „Normalerweise können wir da nicht mithalten.“

Zumal die komplette Offensive umgebaut werden muss. Adrian Skupin (Patellasehne) und Denis Pachutzki (Leiste) sind verletzt, Tino Westphal, zuletzt als hängende Spitze eingesetzt, hat wegen Rückenbeschwerden nicht trainiert und steht ebenfalls auf der Kippe. Sollte er ausfallen, wird Nicolas Stevanovic in seine Position wechseln und Valery Senge als Stoßstürmer in die Mannschaft kommen. Eine Außenposition soll Sven Gehrmann einnehmen, für die andere sucht Reimann noch einen Kandidaten. Da auch der gesperrte Robin Gallus und der angeschlagene Sascha Jacobs fehlen und Evangelios Skraparas erst gerade ins Training eingestiegen ist, werden die Alternativen knapp.

Doch egal, wer spielt – auf das Wie kommt es an. „Auch wenn man unterlegen ist, muss man sich zur Wehr setzen“, fordert Reimann Einsatz und Kampfkraft. Schließlich hat er ein Saisonziel vorgegeben: „Wir wollen Drittletzter werden.“ Wie gesagt, Reimann ist dem Realismus zugetan.

von Wolfgang Volmer

Quelle: WAZ Herne
 

 

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