„U23 reist zum
Favoritenschreck“ – so
ist die Meldung auf der
Homepage des DSC Arminia
Bielefeld überschrieben,
mit der auf das
NRW-Ligaspiel der
Jung-Arminen am Schloss
Strünkede (So., 14.30
Uhr) hingewiesen wird.
Mit „Favoritenschreck“
ist der SC Westfalia
Herne gemeint. Dessen
Trainer Uli Reimann kann
sich wohl noch an das
schöne Gefühl erinnern,
das ihn nach der
1:0-Sensation gegen
Viktoria Köln erfüllte,
überlagert aber wird es
längst von negativen
Emotionen. „So derbe
Niederlagen wie das 0:5
in Duisburg belasten
einen schon“, blickt er
auf eine weniger
amüsante Woche zurück.
Und weil Reimann dem
Realismus zugetan ist,
fürchtet er, dass auch
die kommende Woche keine
gute sein wird. „Nach so
einer Katastrophe wie in
Duisburg kann ich
schlecht sagen, dass ich
mir gegen Bielefeld
etwas erhoffe“, sieht er
seine Westfalia in der
Rolle des krassen
Außenseiters. „Es wird
ähnlich sein wie in
Aachen oder in Duisburg.
Auch für die jungen
Bielefelder ist Fußball
alles. Die sind schnell,
technisch gut
ausgebildet und als
Mannschaft kompakt“,
vermutet der SCW-Coach.
„Normalerweise können
wir da nicht mithalten.“
Zumal die komplette
Offensive umgebaut
werden muss. Adrian
Skupin (Patellasehne)
und Denis Pachutzki
(Leiste) sind verletzt,
Tino Westphal, zuletzt
als hängende Spitze
eingesetzt, hat wegen
Rückenbeschwerden nicht
trainiert und steht
ebenfalls auf der Kippe.
Sollte er ausfallen,
wird Nicolas Stevanovic
in seine Position
wechseln und Valery
Senge als Stoßstürmer in
die Mannschaft kommen.
Eine Außenposition soll
Sven Gehrmann einnehmen,
für die andere sucht
Reimann noch einen
Kandidaten. Da auch der
gesperrte Robin Gallus
und der angeschlagene
Sascha Jacobs fehlen und
Evangelios Skraparas
erst gerade ins Training
eingestiegen ist, werden
die Alternativen knapp.
Doch egal, wer spielt –
auf das Wie kommt es an.
„Auch wenn man
unterlegen ist, muss man
sich zur Wehr setzen“,
fordert Reimann Einsatz
und Kampfkraft.
Schließlich hat er ein
Saisonziel vorgegeben:
„Wir wollen Drittletzter
werden.“ Wie gesagt,
Reimann ist dem
Realismus zugetan.
von Wolfgang Volmer
Quelle:
WAZ
Herne